„In alle Richtungen“

Stau-Warnung des ADAC zum Pfingstwochenende: Auch Niedersachsen als Nadelöhr

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Zum langen Pfingstwochenende wird es eng auf deutschen Autobahnen. Der ADAC erwartet den ersten Großstau des Jahres und nennt belastete Strecken.

München – Das lange Pfingstwochenende steht bevor und mit ihm der erste große Stau-Höhepunkt des Jahres auf deutschen Autobahnen. Autofahrer fast aller Bundesländer sind unterwegs, sei es für ein verlängertes Wochenende, wie in Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen, wo auch noch Dienstag, 21. Mai, schulfrei ist – oder für einen Urlaub. Auch viele Strecken in und um Bremen und Hamburg werden zum Nadelöhr, warnt der ADAC.

Europäischer Verkehrsclub:ADAC e.V.
Gründung: 24. Mai 1903, Stuttgart
Mitglieder: 21.424.663 (Ende 2022)
Sitz:München

Pfingstverkehr 2024: ADAC erwartet ersten Großstau des Jahres

Viele nutzen das verlängerte Pfingstwochenende für einen Kurzurlaub. Doch wer plant, mit dem Auto zu reisen, muss Geduld mitbringen. Die ADAC-Stauprognose warnt: Baden-Württemberg und Bayern starten in zweiwöchige, Hamburg, Rheinland-Pfalz, das Saarland und Sachsen-Anhalt in eineinhalb beziehungsweise einwöchige Ferien. Besonders groß ist die Staugefahr zwar im Süden Deutschlands, doch auch im Norden wird es eng.

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Zum Pfingstwochenende wird es eng auf deutschen Autobahnen. Der ADAC erwartet den ersten Stau-Höhepunkt des Jahres und nennt Strecken besser zu meiden.

ADAC warnt: Pfingstwochenende erster großer Stau-Höhepunkt des Jahres

Die größten Verkehrsstörungen werden am Freitagnachmittag und Samstagvormittag sowie am Pfingstmontag erwartet. Bereits im Vorjahr war der Freitag vor Pfingsten einer der staureichsten Tage des Jahres.

ADAC: Stau-Alarm auch auf den Autobahnen A1, A2 und A7

Auf nahezu allen Strecken werde es voll, so der Automobilclub – und zwar „in alle Richtungen“. Doch ganz besonders belastet sein werden bestimmte Strecken in Deutschland.

Diese Strecken sollten Sie meiden – ADAC warnt vor den schlimmsten Staustrecken

  • Großräume Berlin, Hamburg, Köln, Frankfurt, Stuttgart, München
  • Fernstraßen zur Nord- und Ostsee
  • A1 Köln – Dortmund – Bremen – Lübeck
  • A2 Dortmund – Hannover – Berlin
  • A1/A3/A4 Kölner Ring
  • A3 Oberhausen – Frankfurt – Nürnberg
  • A4 Kirchheimer Dreieck – Dresden – Görlitz
  • A5 Hattenbacher Dreieck – Frankfurt – Karlsruhe – Basel
  • A6 Kaiserslautern ¬– Mannheim – Heilbronn
  • A7 Hamburg – Flensburg
  • A7 Hamburg – Hannover – Würzburg – Füssen/Reutte
  • A8 Karlsruhe – Stuttgart – München – Salzburg
  • A9 München – Nürnberg – Berlin
  • A10 Berliner Ring
  • A11 Berliner Ring – Dreieck Uckermark
  • A19 Dreieck Wittstock/Dosse – Rostock
  • A24 Berlin – Hamburg
  • A61 Mönchengladbach – Koblenz – Ludwigshafen
  • A81 Stuttgart – Singen
  • A93 Inntaldreieck – Kufstein
  • A95 / B2 München – Garmisch-Partenkirchen
  • A96 München – Lindau
  • A99 Umfahrung München

ADAC warnt: Auch Strecken in und um Bremen, Hannover und Hamburg werden zum Nadelöhr

Die bevorstehenden Feiertage werden auch auf den klassischen Auslandsstrecken wie der Tauern-, Inntal-, Rheintal- und Brennerautobahn sowie der Gotthard-Route eine starke Verkehrsbelastung nach sich ziehen, erklärt der ADAC. Geduld ist ebenso auf den Straßen in Richtung der kroatischen Küsten gefragt.

Niedersachsen und Schleswig-Holstein: Die 9 schönsten Strände für eine Reise mit dem 49-Euro-Ticket

Juist Strand Niedersachsen Ostfriesische Inseln
Weißer, feiner Sand und Dünengras zeichnen den Strand der Ostfriesischen Insel Juist aus. Auch dieser Strand ist mit Regionalbahnen und somit durch das Deutschlandticket einfach erreichbar. Ähnlich wie bei der Insel Norderney ist die Endhaltestelle der Züge der Bahnhof Norddeich (Mole). Regionalzüge aus Bremen über Oldenburg steuern diesen Bahnhof an. © IMAGO / Wirestock
Norderney Strand Sonnenuntergang
Die Ostfriesische Insel Norderney ist wohl ein Strand-Klassiker. Ausgezeichnet durch feinen Sand, erstreckt sich der Strand ganze 15 Kilometer. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln und Deutschlandticket ist die Insel gut zu erreichen. Direkt am Fähranleger befindet sich die Bahnstation. Der RE 1 klappert auf dem Weg dorthin direkt mehrere Orte ab, in denen Urlauber zusteigen können – unter anderem Emden, Oldenburg, Delmenhorst oder Bremen Hauptbahnhof.  © Imago/JanisMEYER/Priller&MAUG
Strand in Cuxhaven Duhnen Döse
Mit dem Wattwagen nach Neuwerk, zum Wattwandern oder in der Nordsee baden – wer aus Bremen oder Hamburg kommt und einen Kurzurlaub an der Küste plant, bekommt in Cuxhaven sogar mehr als nur Sandstrand geboten. Von Hamburg aus fährt der RE5 direkt bis nach Cuxhaven. Wer aus Bremen mit dem Deutschlandticket anreist, wählt die NWB RS2 und steigt in Bremerhaven in den Zug EVB RB33. © IMAGO/Torsten Krüger
Sandstrand Neuharlingersiel
Es mutet an, wie der Strand einer Ostfriesischen Insel, ist aber Neuharlingersiel. Bei 10 Hektar Fläche ist genug Platz am Strand, um zu entspannen und dem Meer zu lauschen. Wer von Oldenburg aus mit dem Deutschlandticket anreist, steigt in den RE1 Richtung Norden und hat dann nur noch eine kurze Busreise vor sich. Alle, die am Bremer Hauptbahnhof ankommen, steigen in den Bus F20. Dieser fährt bis zum Anleger, Neuharlingersiel. Von dort aus ist es zu Fuß nicht mehr weit. Die Buslinie K1 fährt aber auch in zwei Minuten direkt zum Strand. © IMAGO / Panthermedia
Strand Küste Ostfriesland Schillig
Ebenfalls ein echter Geheimtipp ist der zweieinhalb Kilometer lange Sandstrand von Schillig. Nördlich von Wilhelmshaven gelegen, ist er gut vom Oldenburger Hauptbahnhof aus mit dem Deutschlandticket zu erreichen. Die NWB RE18 bringt Urlauber nach Wilhelmshaven Hauptbahnhof. Von dort aus fährt die Buslinie 121 direkt in den kleinen Ort an der Nordsee. © IMAGO / imagebroker
Strandabschnitt zwischen Wenningstedt und Kampen auf Sylt
Ob Westerland, List oder Kampen, Sylt lockt jährlich bis zu 4,8 Millionen Übernachtungsgäste auf die Insel. Doch keine Sorge, Platz ist genug: Ungefähr 40 Kilometer lang misst der weiße Sandstrand. Der RE6 fährt direkt von Hamburg Altona durch, ohne Umstieg. Aber auch von kleiner Orten aus Schleswig-Holstein wie Bredstedt und Niebüll fahren Regionalzüge, in denen das Deutschlandticket gültig ist, zur Insel. © IMAGO/Chris Emil Janssen
Strand Pellworm
Es muss nicht immer Sandstrand sein, um ein maritimes Urlaubsgefühl zu bekommen, oder? Die Insel Pellworm ist zwar beliebt, aber längst nicht so populär wie ihre „großen Schwestern“ Sylt und Föhr. Dabei ist Pellworm genauso leicht mit dem Deutschlandticket zu erreichen: Wie bei der Anreise nach Föhr, müssen Urlauber von Hamburg aus lediglich einmal in Niebüll umsteigen.  © IMAGO / Panthermedia
Steg bei Sonnenuntergang auf der Insel Föhr
Wyk auf der Nordfriesischen Insel Föhr verfügt nicht nur über einen malerischen Sandstrand, sondern auch über eine gute Zuganbindung. Direkt am Fähranleger befindet sich die Bahnstation Dagebüll Mole. Zwar steuern diesen vorwiegend Intercity Züge als Direktverbindung an, mit dem RE 60 und einem Umstieg in Niebüll können Hamburger aber ebenfalls per Deutschlandticket den Fähranleger erreichen. © IMAGO / imagebroker
Strandkorb in Sankt Peter Ording
Lange Stege, die vom Ortskern über die Dünen zum Strand führen sowie die Pfahlbauten, sind das Markenzeichen von St. Peter-Ording in Schleswig-Holstein. Wer hier in der Sonne auf dem Handtuch liegen oder im Strandkorb sitzen möchte, kommt entspannt von Kiel, Hamburg oder Westerland (Sylt), mit einem Umstieg in Husum in die RB 64, per Deutschlandticket zum Urlaubsglück. © CHROMORANGE / Karl-Heinz Spremberg

Die beliebtesten Reiseziele seien traditionell die Alpen, die Mittelgebirge, die Küstenregionen an der Nordsee-Küste und der Ostsee sowie das benachbarte Ausland. Doch auch Ausflüge in die Naherholungsgebiete der großen Städte dürften für volle Autobahnen sorgen – vor allem bei sonnigen Aussichten, über die sich die Menschen in Norddeutschland freuen durften.

Rubriklistenbild: © Bodo Marks/dpa

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