Kinderfüße ragen aus Kofferraum: Polizei hielt sie zunächst für eine Puppe

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Im ostfriesischen Esens ist es zu einem ungewöhnlichen Polizeieinsatz gekommen. Ihnen wurden Kinderfüße gemeldet, die aus einem Kofferraum ragten. Die Beamten vermuteten, dass es sich um eine Puppe handeln müsse. (Symbolbild)
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Die Polizei ist am Freitagabend zu einem ungewöhnlichen Einsatz im ostfriesischen Esens gerufen worden. Ein Anrufer hatte den Beamten gemeldet, dass Kinderfüße aus einem Kofferraum eines Autos ragen würden.

Esens – Zu einer ungewöhnlichen Verkehrskontrolle ist es am Freitagabend, 15. Juli 2022, im ostfriesischen Esens im Landkreis Wittmund in Niedersachsen gekommen. Nach Angaben der Polizei wurden den Beamten ein Auto gemeldet, aus dessen Kofferraum Kinderfüße ragen sollen.

Kinderfüße ragen aus Kofferraum: Polizisten in Esens vermuteten Puppe

Wie die Beamten berichten, konnte das besagte Auto tatsächlich auf der Plaggefelder Straße in Ihlow angetroffen werden. Bei der Meldung hätte die Polizisten noch vermutet, dass es sich bei dem angeblichen Kind nur um eine Puppe handeln wird. Doch dann die Überraschung: Bei der Kontrolle des Wagens befand sich tatsächlich ein 10-jähriges Mädchen im Kofferraum.

25-Jährige aus Esens transportiert Kind im Kofferraum: Im Auto sei kein Platz mehr gewesen

Die große Schwester des Kindes, eine 25-Jährige aus Esens und die Fahrerin des Wagens, transportierte größere Gegenstände im Auto. Für das Mädchen sei kein Platz mehr auf der Rückbank gewesen. So habe sie das Kind kurzerhand im Kofferraum mitgenommen.

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„Die Fahrzeugführerin erwartet nun ein Verkehrsordnungswidrigkeitsverfahren, da sie das Kind ohne jegliche Sicherung im Fahrzeug mitgenommen hatte, was bei einem Verkehrsunfall lebensgefährlich für das kleine Mädchen hätte werden können“, heißt es im Bericht der Polizei abschließend.

Weitere Blaulichtmeldungen: Brandserie in Wolfenbüttel und Bremerhaven

In der jüngsten Vergangenheit häufen sich die Brände in Niedersachsen. So auch in Wolfenbüttel. Dort wurde am Freitagabend, dem 15. Juli 2022, der Dachstuhl eines Mehrfamilienhaus bei einem Brand komplett zerstört. Für die Einsatzkräfte war es bereits der vierte Dachstuhlbrand in der Gegend innerhalb von zwei Wochen. Die Polizei ermittelt nun, ob die Brände möglicherweise zusammenhängen und mit Absicht verursacht wurden.

In derselben Nacht sah sich die Feuerwehr Bremerhaven innerhalb von nur zwei Stunden mit gleich fünf Bränden konfrontiert. Während es sich in drei Fällen lediglich um brennenden Müll im Ortsteil Lehe handelte, der jeweils schnell gelöscht werden konnte, beschäftigten zwei weitere Brände die Einsatzkräfte deutlich länger. Ein Dachbrand eines Wohngebäudes löschte die Feuerwehr recht schnell. Anschließend ging es zu einer brennenden Werkshalle. 60 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden.

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