VonMarcel Priggeschließen
Starkregen und Überschwemmungen könnten Niedersachsen drohen. Denn eine Bauernregel verspricht viel Regen in diesem Jahr. Wetter-Experten ordnen die Prognose ein.
Hannover/Bremen – Das Wetter in Niedersachsen will sich einfach nicht entscheiden. Nachdem es einige Tage lang bitterkalt war, ist der Wärmehammer nach Niedersachsen gekommen. Schon früh scheint klar: Dies wird ein ungewöhnliches Wetter-Jahr. Nun verkündet eine Bauernregel, dass es zu ungewöhnlich viel Regen kommen soll. Grund dafür ist eine aktuelle Prognose und vor allem: Nebel.
Alte Bauernregel sagt heftiges Regenjahr für Niedersachsen voraus – tatsächlich kommt es zu Niederschlägen
Das Wetter macht bekanntlich, was es will. Früher haben Menschen versucht, anhand von Bauernregeln bestimmte Muster zu erkennen, um besser auf das Jahr und die Aussichten vorbereitet zu sein. Schließlich hing von der Ernte und deren Umfang das Überleben ab. Bereits vor etwa 5.000 Jahren verfassten Babylonier und Ägypter Sprüche über das Wetter, die unseren heutigen Bauernregeln ähneln, wie ARD-Alpha berichtet. Auch im antiken Griechenland beschäftigte man sich mit Wetterphänomenen.
Im Mittelalter erlangten Bauernregeln in unserer Region an Bedeutung. Um sie leichter zu behalten, wurden sie in Reimform gebracht, da viele Menschen nicht lesen konnten. So entstand auch die Bauernregel von Antonius dem Großen, die sich auf das Wetter am 17. Januar bezieht.
Bauernweisheit prognostiziert schlechtes Wetter in Niedersachsen: Schuld ist der Nebel
Der 17. Januar ist der Gedenktag des Heiligen, der oft als „Vater der Mönche“ bezeichnet wird. „Wenn zu Antoni die Luft ist klar, gibt’s ein trockenes Jahr“, sagt die Bauernregel voraus. Das Problem: Laut einer aktuellen Prognose des Deutschen Wetterdienstes (DWD) wird das Wetter in Niedersachsen alles andere als klar.
Bauernregel: Wer war Antonius der Große?
Antonius der Große, auch bekannt als „Vater des Mönchtums“, soll um 251 in Ägypten geboren worden sein. Nach dem Tod seiner wohlhabenden Eltern verschenkte er der Erzählung nach im Alter von etwa 20 Jahren seinen gesamten Besitz an die Armen, inspiriert durch ein Bibelwort aus dem Matthäusevangelium. Er zog sich daraufhin in die Wüste zurück, lebte in strenger Askese und überwand Versuchungen. Er soll im hohen Alter von 105 Jahren um das Jahr 356 gestorben sein. Der 17. Januar ist der Gedenktag des heiligen Antonius in der katholischen Kirche.
Denn der Freitag zeigt sich lange trüb mit Sprühregen und Nebel. Auch sonst ist es über Niedersachsen stark bewölkt. Gebietsweise lässt der Nebel den ganzen Tag über sogar nicht ab, so die Wetter-Experten. Die Höchstwerte betragen dabei 1 bis 5 Grad. Der Samstag hingegen soll zwar auch mit Nebel oder Hochnebel starten, dann soll es aber auflockern mit maximal 5 Grad.
In der Trendprognose des DWD, die aus mehreren Wettervorhersagen besteht, wird deutlich, dass es in den kommenden Tagen tatsächlich zu mehr Niederschlag kommen soll. So wird in und um Bremen ab Dienstag, 21. Januar, Regen erwartet. Bis einschließlich den darauffolgenden Freitag kann es zu weiteren Niederschlägen und auch zu etwas Schnee kommen, so die Vorhersage.
Bauernregeln – Historische Wetterprognosen
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Bauernregel und Klimatrend im Vergleich: Wird das Wetter in Niedersachsen 2025 regenreich?
Heißt das, es wird ein regnerisches Jahr in Niedersachsen geben? Nach Angaben der Meteorologen deutet zunächst trotz Bauernregel nicht viel darauf hin. Eine Klimavorhersage des DWD bis 2028 besagt, dass die Temperaturen voraussichtlich über dem langjährigen Durchschnitt liegen werden. Dass der Frühling in Niedersachsen warm ausfallen soll, hat ebenfalls eine Bauernregel vorhergesagt.
Für den Zeitraum 2024-2028 wird deutschlandweit ein Temperaturanstieg von 0,5 bis 1,0 Grad im Vergleich zum langjährigen Mittel prognostiziert. Besonders für den Norden gibt es eine spezielle Nachricht: Die Wahrscheinlichkeit für geringere Niederschläge ist in einigen nördlichen Regionen Deutschlands bis 2028 hoch.
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