VonRainer Jyschschließen
Schwimmbegeisterte aller Altersstufen sprangen am Wochenende in die 16 Grad kalten Fluten des Silbersees und des Steller Sees.
Stuhr – Es ist am Steller See in Groß Mackenstedt schon eine lieb gewonnene Tradition, die Badesaison mit dem Anbaden zu eröffnen. Am Sonnabend pünktlich um 15 Uhr gab Jon Ian Güntner (25), Leiter der dortigen Rettungsstation der Weyher Ortsgruppe der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG), das Wasser frei.
Knapp 50 begeisterte Menschen aller Altersgruppen hatten sich bei traumhaften Wetterbedingungen am Ufer des Badesees versammelt. Nach einem gemeinsamen, dreifachen „Gut Nass!“ und dem schrillen Signal aus Güntners Trillerpfeife stürzten sich die Schwimmer in die Fluten. Bei 20 Grad Lufttemperatur und dem 16 Grad kalten Wasser erforderte das etwas Mut bei einigen.
„Ich hoffe auf eine gute unfallfreie Saison und darauf, dass wir unsere Station demnächst wieder voll in Betrieb nehmen können“, sagte Güntner. Durch das Hochwasser im Winter waren Schäden am unteren Teil des Gebäudes entstanden, die demnächst durch die Betreiber des Campingplatzes behoben werden sollen. „Wir hoffen, dass wir in den nächsten Wochen für euch wieder vor Ort sein können und vollständig einsatzbereit sind“, rief der Stationsleiter den Badegästen zu.
Als ein fester Bestandteil des jährlichen Anbaden-Ereignisses am Steller See gilt Rainer Hempels Auftritt, in diesem Jahr im Matrosenanzug. „Ich bin schon als König, als Neptun und auch schon als Clown verkleidet hier ins Wasser gegangen“, berichtet der 73-Jährige, der sich in seiner früheren sächsischen Heimat als Rettungsschwimmer betätigt hatte. „Zum Anbaden habe ich mir immer etwas einfallen lassen.“
Auch am Silbersee war zeitgleich das Anbaden mit etwa 20 Teilnehmern über die Bühne gegangen, organisiert durch die DLRG-Ortsgruppe Stuhr. Uwe Schweers, Leiter der Ortsgruppe, hatte 14,1 Grad Wassertemperatur am tiefsten Punkt des Sees messen lassen. „Es waren noch nie so viele Kinder beim Anbaden dabei wie heute“, freute sich Schweers. An beiden Seen nutzten die DLRG-Mitglieder den Tag für ein Grillfest und ließen ihn beim gemütlichen Beisammensein mit den Gästen ausklingen.

