VonFlorian Dörrschließen
Großeinsatz für Feuerwehr, Rettungsdienste und Wasserschutzpolizei: Am Ende endet er glimpflich in einem Mülleimer-Fund.
Walchum – Am Freitag (31. Mai)wurde der Sportboothafen in Walchum (Landkreis Emsland) zum Schauplatz eines umfangreichen Einsatzes von Feuerwehr und Polizei. Der Auslöser war ein Binnenschiffer auf der Ems, der gegen 14 Uhr dem Schleusenwärter der Schleuse in Herbrum von empfangenen Signalen eines Seenotsenders berichtete. Diese Signale schienen aus dem Bereich des Sportboothafens in Walchum zu kommen.
Aufgrund dieser Information ging die Rettungsleitstelle davon aus, dass sich eine Person im Gewässer befinden könnte. Daraufhin wurde eine große Anzahl von Einsatzkräften zum Ort des Geschehens entsandt. Trotz intensiver Suche konnten vor Ort jedoch weder Hinweise auf eine Person im Gewässer noch auf die Signalquelle gefunden werden.
Hilflose Person in der Ems? Großeinsatz im Emsland
Die Suche wurde daher auf das Gewässer im Sportboothafen ausgeweitet, wobei unter anderem Boote und Drohnen zum Einsatz kamen. Auch diese Bemühungen blieben jedoch ohne Erfolg. Daraufhin wurde die Suche auf der Ems in Höhe Walchum fortgesetzt.
Vermeintlich defekter Seenotsender löst Großeinsatz aus
Während der laufenden Suchaktion meldete sich eine Person bei der örtlichen Dienststelle der Polizei. Sie gab an, am Vortag einen vermeintlich defekten Seenotsender in einem Mülleimer auf dem Marina-Parkgelände entsorgt zu haben. Einsatzkräfte konnten den Seenotsender dort tatsächlich auffinden. Es stellte sich heraus, dass dieser noch funktionsfähig war und die gesuchte Signalquelle darstellte.
Die Feuerwehren aus der Umgebung waren mit 16 Fahrzeugen, 47 Einsatzkräften und mehreren Tauchern vor Ort. Zudem kamen zwei Drohnen und vier Boote zum Einsatz. Darüber hinaus waren zwei Rettungswagen und ein Notarztfahrzeug sowie die Wasserschutzpolizei und Mitarbeiter des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Ems-Nordsee an dem Einsatz beteiligt.
Eine Massenschlägerei sorgte derweil am Freitagabend in Bremen für einen Großeinsatz. Fünf Personen erlitten schwere Stichverletzungen.
