Dehoga Heidekreis: Sieben Prozent sollen bleiben

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Karl-Ludwig von Danwitz (li.), CDU-Landtagsabgeordneter, zu Gast bei der Dehoga-Chef Jens Asche.
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19 statt 7 Prozent Mehrwertsteuer auf Speisen? Nicht mit uns, meint die Dehoga im Heidekreis im Gespräch mit Karl-Ludwig von Danwitz.

Heidekreis/Behringen – Da wurde bei leckerem Kuchen und gutem Kaffee dann doch kräftig Politik gemacht, als die Dehoga jetzt zum lockeren Plausch in die Seeterrassen nach Behringen eingeladen hatte. „Wir kämpfen darum, dass wir weiterhin nur sieben Prozent Mehrwertsteuer für unsere gereichten Speisen zahlen müssen“, sagt der Kreisvorsitzende Jens Asche auch dem CDU-Landtagsabgeordneten Karl-Ludwig von Danwitz, der als Gast begrüßt wurde.

„Wir können die Politik nur bitten, dass der Mehrwertsteuersatz, wie zurzeit noch geplant, zum neuen Jahr nicht wieder auf 19 Prozent erhöht wird.“ Das würde sich sonst deutlich auf die Mitglieder auswirken. Asche befürchtet, dass 25 bis 30 Prozent von ihnen aufhören werden, „denn wo soll das Geld herkommen? Der Gast wird da nicht mitmachen“, prognostiziert Jens Asche. Und kritisiert im gleichen Atemzug den Einzelhandel, der in den letzten Jahren die Preise deutlich erhöht hat. „Sie werden diese Konditionen wohl kaum zurücknehmen.“

Der Landtagsabgeordnete zeigt großes Verständnis für die Lage der Hotellerie und Gastronomie. Sagt aber auch, dass die Entscheidung vom Bund kommen müsste. Im Land sei nur schwer etwas zu bewegen. Die Arbeit der heimischen Dehoga schätzt von Danwitz sehr, hebt die Bemühungen der Gastronomen und Hoteliers rund um den Tourismus hervor. Spricht aber auch an, dass dem Berufsstand, warum auch immer, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fehlen, dass die Preise für den Gastronomen ständig steigen und vor allem die Vorschriften immer enger würden. „Hier muss unbedingt etwas verändert werden“, gibt der Politiker seinen Kollegen vor allem auf Bundesebene mit. Es könne nicht sein, dass der Gastronom oder der Hotelier künftig jeden Schritt seines Gastes – übertrieben formuliert – festhalten müsse. Man werde immer mehr ein Land von Bürokraten und allein dieser Umstand zwingen jeden in die Knie. Die Politik müsse wieder glaubhafter werden, mahnen einige Teilnehmer des Gesprächs auch Karl-Ludwig von Danwitz an.

Dieses Jahr sei ein „geiles“ Jahr gewesen, sagt Hotelier Reimer Eisenberg. Durch die Pandemie habe man aber zwei weitere geile Jahre verpasst. Trotzdem sei vieles rund um die Pandemie in Deutschland und auch bei der Dehoga letztlich zufriedenstellend gelaufen. Nun gelte es, die Zeichen, die die Politik gesetzt hat, die Unterstützung für diesen Berufsstand, auch weiter fortzusetzen.

Asche: „Es gibt in Europa nur noch drei weitere Staaten, die ihren kompletten Mehrwertsteuer-Satz an den Gast weitergeben.“ Es sei nicht nachvollziehbar, dass Deutschland wieder auf den alten Weg zurückgehe, auch wenn man Verständnis hat dafür, dass der Staat sparen muss.

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