Huhn gejagt und getötet

Seltener Riesen-Raubvogel taucht bei Gasthaus auf und tötet Huhn – Wirt von Schaulustigen überrannt

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Eigentlich ist der Riesenseeadler in Asien zu Hause. Durch ungeklärte Umstände fand er seinen Weg nach Neuenkirchen und fing ein Huhn. (Symbolbild)
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Kürzlich hatte der Besitzer vom Tamm’s Gasthaus in Neuenkirchen einen kuriosen Gast: Ein Riesenseeadler packte eines seiner Hühner und flog davon. So ist die Lage heute.

Niedersachsen – Das kleine, verschlafene Dorf Neuenkirchen bei Cuxhaven hatte vor zwei Wochen einen ungewöhnlichen Besucher: Ein seltener Riesenseeadler landete im Garten des Gastronomen Sebastian Rautenberg von Tamm’s Gasthaus. Wäre sein Erscheinen nicht schon kurios genug, so packte der Adler auch noch eines der frei laufenden Hühner des Wirts. Später sei das tote Huhn auf dem Nachbargrundstück gefunden worden. Der Riesenseeadler gibt Rätsel auf.

Er fing ein Huhn: Riesenseeadler aus Asien sorgte für Aufsehen

Wie das Tier nach Niedersachsen gekommen ist und warum, ist bislang unklar. Es könnte aus einer Falknerei entwischt sein, wie Nord24.de berichtete. Dafür gäbe es allerdings keine konkreten Hinweise. Der Riesenseeadler könnte sich genauso gut verflogen haben, munkeln Experten. Wie weltvogelpark.de mitteilt, ist der Riesenseeadler der größte Adler der Welt. Obwohl seine Hauptnahrung eigentlich Fisch ist, griff er sich bei seinem Besuch im Garten des Gastronomen in Neuenkirchen eines der frei laufenden Hühner.

So erkennen Sie einen Riesenseeadler

  • Der Schnabel eines Riesenseeadlers ist leuchtend gelb
  • Außerdem hat sein kräftiger Schnabel eine spezielle Hakenform, um große Beutetiere zu zerlegen
  • Er hat eine Flügelspannweite von bis zu 2,8 Metern
  • Ein ausgewachsenes Tier kann bis zu neun Kilogramm auf die Waage bringen

Der Riesenseeadler ist gefährdet, der Bestand in freier Wildbahn umfasst nur noch rund 3.600 bis 4.600 geschlechtsreife Tiere und nimmt weiter ab, da sein Lebensraum zerstört wird. Heimisch fühlt er sich in Nordasien, vor allem an Küstennahe Flüssen, felsige Küsten oder in Gebirgsregionen. Nach Informationen unserer Redaktion löste die Berichterstattung über das seltene Tier einen regelrechten Ansturm auf die Gaststätte aus. Beobachter berichten von unzähligen Schaulustigen, die alle den Adler sehen wollten. Dabei war das Tier nur kurz da, tötete das Huhn, verspeiste es und hob dann wieder ab.

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