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Wegen des Sturmtiefs „Polly“ mussten die Feuerwehren im Landkreis Oldenburg am Mittwoch zu 140 Einsätzen ausrücken.
Landkreis – Umgestürzte Bäume, gesperrte Straßen und beschädigte Gebäude: Am Mittwoch zog das Sturmtief „Poly“ über das Gebiet der Großleitstelle Oldenburg und über den Landkreis Oldenburg. Dies blieb nicht ohne Folgen, denn die Feuerwehren im Landkreis mussten nach Angaben von Tom Kramer, Pressesprecher der Kreisfeuerwehr, zu mehr als 140 Einsätzen ausrücken.
Bei den meisten Alarmierungen blockierten Bäume oder dicke Äste Fahrbahnen sowie Rad- und Fußwege. „Häufig mussten Hubrettungsfahrzeuge oder Hubsteiger eingesetzt werden, um abgebrochene Baumkronen zu entfernen“, so Kramer. „Teilweise wurden Straßen gesperrt und der örtliche Bauhof beauftragt die Einsatzstelle am nächsten Tag anzufahren.“
Nordwestbahn kollidiert mit Baum
In Sandhatten zerstörte ein entwurzelter Baum den Hausanschluss eines Einfamilienhauses und legte offene Stromleitungen frei. Auf der Bahnstrecke Oldenburg Richtung Osnabrück kollidierte ein Triebwagen der Nordwestbahn mit einem umgestürzten Baum. Keiner der 70 Fahrgäste wurde jedoch verletzt. Der Zug konnte seine Fahrt nach Beseitigung des Baumes fortsetzen. Auf der A28 musste die Feuerwehr Altmoorhausen einen umgestürzten Baum von der Hauptfahrbahn entfernen. In Sage fiel ein Baum auf ein Gartenhaus und zerstörte dieses völlig.
„Aufgrund des hohen Einsatzaufkommens wurde in einigen Gemeinden eine sogenannte Führungsstelle eingerichtet“, berichtet Kramer. Dabei würden die Einsätze direkt von den Feuerwehrhäusern oder Einsatzleitwagen aus koordiniert und nicht wie üblich über die Leitstelle.
Neues Meldeportal aktiviert
Im Zuge der Sturmlage wurde auch das neue Meldeportal „kein-notfall.de“ aktiviert. Bürger haben dort für Gemeinden mit einer aktiven Führungsstelle die Möglichkeit, Einsätze, die keine Eile erfordern, ohne Notruf direkt an die jeweilige Feuerwehr zu übermitteln. Dies kann beispielsweise ein umgestürzter Baum oder ein vollgelaufener Keller sein. Der Vorteil dabei ist, dass sogar ein Bild der Einsatzstelle direkt an die Feuerwehr übermittelt werden kann, sodass sich die Einsatzkräfte bereits aus der Ferne einen Überblick verschaffen können. Ein weiterer Vorteil ist die weitere Entlastung der Leitstelle, da diese kaum in den Prozess eingebunden ist und die Führungsstellen die Einsätze eigenständig abarbeiten können.