Wetter in Niedersachsen

Wetter-Wirrwarr in Niedersachsen: Sonne wechselt sich mit Gewittern ab

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Die Wetter-Achterbahn geht weiter. Es bleibt weiterhin ungemütlich an der Küste. Gewitter ziehen am Montag über Niedersachsen hinweg.

Update 28. August 2023, 07:42 Uhr: Das Wetter-Wirrwarr in Niedersachsen hört auch am heutigen Montag, 28. August 2023, nicht auf. In den vergangenen Tagen warnte der Deutsche Wetterdienst (DWD) vor massiven Gewittern mit Starkregen, Hagel und Sturmböen. Zwar ist die Wetterlage heute nicht mehr so gefährlich, aber umso chaotischer. Am Vormittag wechseln sich Schauer, mit einzelnen, kurzen Gewittern ab. Hierbei können Windböen um die 60 Kilometer pro Stunde entstehen.

Auch in Hamburg ist das Wetter am Montag durchwachsen, wie 24hamburg.de berichtet.

Gewitter und Sonne wechseln sich ab: Wetter-Wirrwarr in Niedersachsen hört nicht auf

Im Tagesverlauf sind immer wieder heitere und schließlich auch trockene Abschnitte dabei. Die Tageshöchstwerte liegen bei 21 Grad Celsius. Es weht ein schwacher bis mäßiger Wind aus West. Auch in der Nacht zu Dienstag bleibt das Wetter in Niedersachsen durchwachsen: Auflockernde Bewölkung und vereinzelte Schauer werden im Binnenland durch Nebel ergänzt. Die Temperaturen fallen in der Nacht auf acht bis 11 Grad. Auf den Ostfriesischen Inseln sind es teilweise 14 Grad bei schwachem Wind.

Tornado und Orkantief: Die 5 heftigsten Unwetter in Niedersachsen der vergangenen Jahre in Bildern 

Westerland auf Sylt Kyrill
Der 18. Januar 2007 ist vielen Menschen in Niedersachsen vermutlich in Erinnerung geblieben: Der Orkan „Kyrill“ zog über das Land hinweg. Diese Aufnahme zeigt den Vortag, an dem bereits hohe Wellen auf den Strand von Sylt trafen.  © dpa/Carsten Rehder
Sturm - Orkan „Kyrill“ über Deutschland
Im Fischereihafen von Norden-Norddeich schlugen am 18. Januar 2007, rund vier Stunden vor dem Maximum der zu erwartenden schweren Sturmflut, bereits die ersten Wellen über die Pierkante. Bis in den Morgenstunden des Folgetags sollte das Orkantief noch im Norden wüten und Zerstörung mit sich bringen. © dpa/Ingo Wagner
Orkan "Kyrill" - Hochhausdach fällt auf Wohnhaus
Der Blick aus einem zerstörten Kinderzimmer in Barsinghausen zeigt: Das Orkantief „Kyrill“ hinterließ große Schäden in Niedersachsen. Mit einer Schadenssumme von 149 Millionen Euro verfehlte der Orkan dort nur knapp die Aufnahme in die Liste der weltweit zehn teuersten Naturkatastrophen der Gruppe. 47 Menschen starben durch „Kyrill“. © Jochen Lübke
Tornado auf Helgoland
Wenn Urlauber Helgolands an den 12. Juli 2010 zurückdenken, gefriert ihnen vermutlich das Blut in den Adern. An diesem fegte ein Tornado über die Düne der Nordseeinsel hinweg und richtete erhebliche Schäden an. Ursache für die Superzelle war das Tiefdruckgebiet „Norina“. © dpa/Uwe Nettelmann
Tornado fegt über Helgoländer Düne
Der Tornado, der am 12. Juli 2010 über die Helgoländer Düne hinwegfegte, sorgte vom Land aus für eindrucksstarke Bilder durch massive Wolkenformationen.  © dpa/Kay Martens
Tornados in Norddeutschland - Helgoland 2010
Der Tornado hinterließ auf Helgoland ein Trümmerfeld. Dieses Bild zeigt einen Campingplatz auf der Düne der Insel. Elf Menschen wurden verletzt. Auch kam es zu Schäden in Niedersachsen. Im ostfriesischen Hafen Leer richtete das Unwetter zum Beispiel Schäden von etwa einer Million Euro an. Zudem starben zwei Menschen.  © dpa/Andrea Auer
Sturmflut am Hafen in Neuharlingersiel (Niedersachsen)
Der Orkan „Xaver“ wütete vom 4. Dezember 2013 bis zum 10. Dezember 2013 im Norden Europas. Den Norden Deutschlands erwischte er am 6. Dezember 2013 mit voller Wucht. Die „Nikolausflut“ gehört zu den schwersten der letzten 100 Jahre. Dieses Foto zeigt die Stärke der Flut am Hafen von Neuharlingersiel in Niedersachsen.  © dpa/Ingo Wagner
Orkantief Xaver Hochwasser Bensersiel Niedersachsen
Das Hochwasser in den Mittagsstunden am 6. Dezember 2013 überflutete während des Sturmtiefs „Xaver“ den gesamten Campingplatz in Bensersiel, Niedersachsen. Auf den Inseln waren „erhebliche Dünenabbrüche zu verzeichnen“, teilte das niedersächsische Umweltministerium (NLWKN) mit. Insbesondere waren die Dünen am Hammersee auf Juist und die Zeltplatzdünen auf Spiekeroog sowie die Harlehörn-Düne auf Wangerooge betroffen. © dpa/Ingo Wagner
Orkan Xaver Lüneburg
Auch im Inland Niedersachsens kam es während des Orkantiefs „Xaver“ zu erheblichen Schäden. Auf eisglatter Fahrbahn wurde der Bus von einer Sturmböe erfasst, rutschte von der Straße und knallte in zwei Bäume. Der Gesamtschaden in Deutschland wurde auf 100 bis 200 Millionen Euro geschätzt. Präzise Wettervorhersagen und verbesserter Küstenschutz konnten großeren Summen vorbeugen. In Europa starben insgesamt 13 Menschen, davon in Deutschland eine Person.  © dpa/Polizei Lüneburg
Nach Sturmtief „Friederike“ - Niedersachsen
Das Sturmtief „Friederike“ erreichte am 18. Januar 2018 seinen Höhepunkt. Im Norden Deutschlands brachte der Orkan unter anderem starken Schneefall mit sich. Die Straßen waren deshalb spiegelglatt. So kam es zu einer Reihe an Unfällen. Besonders den Süden Niedersachsens erwischte es heftig. © dpa/Hauke-Christian Dittrich
Nach Sturmtief „Friederike“ - Niedersachsen
Den Süden Niedersachsens erwischte der Orkan „Friederike“ heftig. Während in den flachen Regionen des Landes nur wenig Schäden verzeichnet wurden, sah die Lage in der Hauptstadt Hannover ganz anders aus. Wie auf dem Foto zu sehen ist, stürzten unter anderem Bäume in Häuser. © dpa/Hauke-Christian Dittrich
Waldschäden nach Orkan Friederike
Die größten Schäden richtete „Friederike“ in den Wäldern von Niedersachsen an. Landesweit werde mit mehr als zwei Millionen Kubikmetern Sturmholz gerechnet, erklärte damals das Niedersächsische Umweltministerium. Insbesondere im Mittelgebirge wurden Wälder zerstört, wie zum Beispiel im Harz, Solling und dem Weserbergland. © dpa/Stefan Rampfel
Sturmtief Zeynep - Bensersiel
275431582.jpg © dpa/Hauke-Christian Dittrich
Sturmtief Zeynep - Emden Niedersachsen
Ein Unimog der Hafenbehörde fährt am überschwemmten Kai im Hafen Emden in Niedersachsen vor der Fähre „Westfalen“. Es ist der 18. Februar 2022. An der Nordsee erreichen die Windböen des Orkantiefs „Zeynep“ stellenweise bei über 140 Kilometer pro Stunde. © dpa/Lars Klemmer
Stürme verursachen Schadholz im Privatwald
Mitte Februar zog nicht nur das Orkantief „Zeynep“ über Niedersachsen hinweg. Auch zwei weitere, „Ylenia“ und „Antonia“, sorgten für Unwetter und Sturm. Nach Schätzungen der Landwirtschaftskammer entstanden dabei gut eine Million Festmeter Schadholz. Das Orkantief „Zeynep“ forderte in Europa insgesamt 17 Todesopfer. Ein Mann starb bei Dacharbeiten an der Wurster Nordseeküste, Niedersachsen. In Ostfriesland wurden laut Feuerwehrverband ca. 1900 Feuerwehreinsätzen abgearbeitet. © dpa/Philipp Schulze

Update vom 27. August 2023, 12:16 Uhr: In den Mittagsstunden kann es gleich in mehreren Landkreisen zu heftigen Gewittern kommen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt: „Örtlich kann es Blitzschlag geben. Bei Blitzschlag besteht Lebensgefahr!“ Zudem können Bäume entwurzelt und Dächer beschädigt werden. Dachziegel, Äste oder Gegenstände könnten herabstürzten und Personen verletzen. Zudem sind durch Platzregen kurzzeitig Verkehrsbehinderungen möglich. Auch in Bayern sorgt das derzeitige Wetter für Chaos, wie merkur.de berichtet. Hagel hinterlässt hier regelrecht Felder der Verwüstung.

Gewitter heute in den Mittagsstunden: Diese Regionen trifft es hart

  • Kreis Verden
  • Kreis Diepholz
  • Kreis und Stadt Oldenburg
  • Hansestadt Bremen
  • Kreis Rotenburg (Wümme)
  • Kreis Nienburg Weser

Erstmeldung vom 27. August 2023, 09:09 Uhr: Niedersachsen – Gleich mehrere Tiefdruckgebiete über der Nordsee und Südskandinavien wirken heute, am 27. August 2023, auf das Wetter in Niedersachsen ein. Das teilt der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Sonntag mit. Es fließt somit mäßig warme Meeresluft zur deutschen Nordseeküste. Das Ergebnis ist wechselhaftes Wetter mit starken Gewittern, massiven Regenfällen und Sturmböen.

Ungemütliches Wetter mit Starkregen und Sturmböen: Gewitter heute in Niedersachsen möglich

Insbesondere heute Vormittag ziehen von Westen her starke Gewitter auf. Diese gehen mit Starkregen zwischen 15 und 25 Litern pro Quadratmetern – und das in einer Stunde – einher. Sturmböen bis zu 80 Kilometern pro Stunde sowie kleinkörniger Hagel sind ebenfalls möglich. Zwischen den Regengüssen und Gewittern ist es wechseln bewölkt. Die Höchsttemperaturen des heutigen Sonntags liegen zwischen 19 Grad an der Ems und 22 Grad im Wendland. Abseits von den Gewitterböen weht ein schwacher bis mäßiger Wind aus Süd bis Südwest.

Schon in den vergangenen Tagen zogen gefährliche Unwetter über Niedersachsen hinweg. Dabei waren auch Tornados möglich. Mittlerweile gibt es Entwarnung für derartige Wetter-Eskalationen.

In Niedersachsen zeigt sich das Wetter am Sonntag weiterhin ungemütlich. Heftige Gewitter mit massiven Regenfällen und Sturmböen wechseln sich ab. (Symbolbild)

Dennoch zeigt sich das Wetter auch in der Nacht zu Montag ebenso unfreundlich: Es bleibt genauso nass, wie am Sonntag. Im Binnenland klingen die Schauer und Gewitter langsam hab, während es im Küstenumfeld weiter regnet. Die Temperaturen fallen auf 11 Grad, auf den Ostfriesischen Inseln auf 14 Grad Celsius.

Rubriklistenbild: © Imago/Klaus Steinkamp

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