Von Hobbit bis Pyramide

Verrücktes Niedersachsen: Vier Orte, die an Urlaub im Ausland erinnern

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Mit dem Wochenendtrip Urlaubsfeeling tanken. In Niedersachsen reicht das Angebot vom Mittelmeer bis zu den Hobbits in Neuseeland.

Hannover – Es gibt Bauwerke, die landestypisch sind. Dazu gehören die Pyramiden für Ägypten und die Windmühlen auf Mykonos in Griechenland. Wer sich vor ihnen fotografieren lassen möchte, muss dort Urlaub machen – oder nach Niedersachsen kommen. Denn dort gibt es Orte, die ein entsprechendes Flair und Bauwerke haben.

Die Pyramide in Derneburg ist – wie die ägyptischen Vorbilder – ein Grab. In dem denkmalgeschützten Mausoleum liegen der Grafen Ernst zu Münster und einige Familienangehörige. Das Mausoleum wurde 1839 als fast elf Meter hohe Pyramide, mit einem Böschungswinkel von 61 Grad, vom Architekten Georg Ludwig Friedrich Laves errichtet. Als Vorbild diente die ägyptische Steilpyramide. Allerdings umhüllen Bäume das Bauwerk und keine Sandwüste.

Niedersachsen: Diese Orte erinnern an Urlaub im Ausland

Mediterranes Urlaubsflair können Besucher im Freilichtmuseum in Gifhorn bekommen. Auf dem rund 15 Hektar großen Gelände stehen 13 Mühlen in Originalgröße aus vielen Ländern. Die Mühlen stammen aus Griechenland, Spanien, Portugal, Frankreich, Deutschland, Russland und Korea. Das große Ausstellungsgebäude informiert über die Vielfalt des internationalen Mühlenwesens, heißt es auf der Homepage.

Mühlen stehen im Internationalen Mühlenmuseum Gifhorn.

Um der Herr-der-Ringe-Saga ganz nah zu sein, verbringen viele Fans ihren Urlaub in Neuseeland. Dort wurden die Filme gedreht. Fans müssen aber nicht bis ans andere Ende der Welt fliegen. Ein Abstecher nach Oldenburg reicht. Im dortigen Botanischen Garten steht eine Hobbit-Höhle, eine Nachbildung aus dem Film „Der Herr der Ringe“. Das kleine Haus ist mit Gras überzogen. Allerdings sind die Türen verschlossen.

Verrücktes Niedersachsen: Diese künstliche Insel versprüht Mittelmeer-Gefühl

Ein ebenfalls beliebtes Reiseziel mit Mittelmeer-Flair ist die Insel Wilhelmstein im Steinhuder Meer. Diese künstlich angelegt Insel hat eine bewegte Vergangenheit. Gebaut wurde sie im 18. Jahrhundert aus militärischen Gründen. Mit Fertigstellung der Inselfestung 1767 richtete Graf Wilhelm in ihr eine Kriegsschule ein, die er „Praktische Artillerie- und Genie-Schule“ nannte. Nach dem Tod von Graf Wilhelm 1777 und Verlegung der Kriegsschule 1787 nach Bückeburg war die Festungsinsel weitgehend funktionslos geworden. Daraufhin wurde sie zum Staatsgefängnis der Grafschaft Schaumburg-Lippe. 

Die Insel Wilhelmstein liegt im Steinhuder Meer, versprüht allerdings Mittelmeer-Flair. (Symbolbild)

Ursprünglich gehörte auch das Steinhuder Meer zum Fürstentum Schaumburg-Lippe. Der Fürst trat es jedoch nach der Novemberrevolution von 1918/19 zur Hälfte an den Staat ab, um einer Enteignung vorzubeugen. Mit der Gebietsreform von 1974 wurde die restliche Hälfte des Steinhuder Meeres vom Fürsten zum Preis von 5 Millionen DM an den Landkreis Hannover verkauft. 2021 verpachtete die fürstliche Hofkammer in Bückeburg die Insel für 15 Jahre an die Steinhuder Meer Tourismus GmbH.

Rubriklistenbild: © Julian Stratenschulte/dpa

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