Vorbereitungen für die Bundestagswahl laufen auf Hochtouren
Der reguläre Termin wäre ohne Zweifel schon angenehmer gewesen, dann hätte es mehr Vorlaufzeit gegeben. Aber jammern hilft ja rein gar nichts, auch im Langwedeler Rathaus laufen die Vorbereitungen für die vorgezogenen Bundestagwahl am 23. Februar auf Hochtouren. Zumal es ohnehin geplante Änderungen geben wird.
Die Zahl der Wahllokale im Flecken Langwedel wird bei dieser Bundestagswahl auf 13 steigen. Etelsen zum Beispiel wird jetzt vier Wahllokale bekommen. „Das macht die Auszählung leichter“, sagt Wahlsachbearbeiterin Anja Hertwig. „Die Lokale sind aber nach wie vor in der Grundschule.“
Die Auszählung in Etelsen sollte jetzt einfacher vonstatten gehen, weil die auszuzählenden Portionen kleiner ausfallen. Das sollte die Fehlerquote senken. Tauchen am Ende des Zählens Unstimmigkeiten auf, ist der Berg der Wahlscheine, der neu gezählt werden muss, eben nicht mehr ganz so riesig.
Dabei ziehen die Verwantwortlichen im Rathaus trotzdem einige Mehrarbeit für die Wahlhelfenden in die Kalkulation mit ein. „Wir rechnen mit einer höheren Wahlbeteiligung“, sagt Anja Hertwig.
Stimmzettel gibt es allerdings zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht. Erst gestern hat der Bundeswahlausschuss nach zweitägiger Tagung und Prüfung entschieden, wer überhaupt antreten darf. Jetzt steht fest: Die Bürgerinnen und Bürger haben die Wahl zwischen 41 Parteien.
Nachdem das jetzt geklärt ist, kann der Druck und der Versand der Stimmzetteln in Angriff genommen werden. Bis die Unterlagen bei den Gemeinden ankommen, wird aber noch einige Zeit ins Land gehen. Was dann in der Folge auch bedeutet: Stimmzettel wird es aller Voraussicht nach erst Anfang Februar geben. Ab dann ist auch erst eine Briefwahl möglich.
Die Wahlbenachrichtigung sind jetzt aber bereits im Druck und werden in diesen oder den nächsten Tagen versandt, so der Kenntnisstand im Langwedeler Rathaus. „Das soll zeitnah geschehen“, so Anja Hertwig. „Wenn die Post mitspielt. Aber wir kriegen das ganz sicher hin.“
Auch die Durchführung der Wahl in den einzelnen Wahllokalen sollte Dank vieler helfender Hände kein Problem darstellen. „Wir haben bekannte Walhelfer angeschrieben, aber es haben sich auch schon sehr viele angeboten. Worüber wir hier im Rathaus sehr glücklich sind“, erklärt Hertwig.
„Das Ehrenamt des Wahlhelfenden können alle ausüben, die selber wahlberechtigt zum Bundestag sind, die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen und mindestens 18 Jahre alt sind sowie einen Wohnsitz seit mindestens drei Monaten in Deutschland haben“, heißt es zu diesem Thema auf der Internetseite des Fleckens Langwedel. Wahlhelfende geben im Wahllokal die Stimmzettel aus, tragen die Stimmabgabevermerke ins Wählerverzeichnis ein und zählen die abgegebenen Stimmen nach Schließung der Wahllokale aus. Im Team wird die Gültigkeit oder Ungültigkeit einzelner Stimmen und damit das Wahlergebnis festgestellt.
Gearbeitet wird während der Öffnungszeiten des Wahllokals von 8 bis 18 Uhr in zwei Schichten, die im Vorfeld abgesprochen werden. Für den ehrenamtlichen Einsatz bekommt man ein „Erfrischungsgeld“ in Höhe von mindestens 25 Euro.
Wer noch Fragen hat, sich als Wahlhelferin oder Wahlhelfer anbieten möchte, der wendet sich telefonisch an Anja Hertwig (04232 /3911) oder per E-Mail an Wahlen@langwedel.de.
„Und wer dann bei dieser Bundestagswahl nicht mehr dran kommt, der wird für die nächste Wahl vorgemerkt“, so Anja Hertwig. Schon bei der Kommunalwahl 2026 werden wieder Helfende gesucht.
Wir haben bekannte Walhelfer angeschrieben, aber es haben sich auch schon sehr viele angeboten. Worüber wir hier im Rathaus sehr glücklich sind.
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