Hexenei entdeckt

„Weiß jemand, was das ist?“: Mysteriöser Fund im Wald entpuppt sich als Delikatesse 

+
Dino-Ei oder Delikatesse? In einem Wald zwischen Syke und Bassum wurde unter einem kleinen Bäumchen eine ungewöhnliche Entdeckung gemacht.
  • schließen

Ein rundes, kugelförmiges Objekt unter einem Baum sorgt für Aufsehen im Netz. Der mysteriöse Fund im Wald entpuppt sich jedoch als Delikatesse.

Syke – Ein merkwürdiger Fund in einem Wald bei Syke sorgt für Rätselraten im Netz: Unter einem Baum ist ein glänzendes, kugelförmiges Objekt aufgetaucht. Eine Frau fotografierte das Ei und stellte es in eine geschlossene Facebook-Gruppe. Schnell wurde klar: Sie hat eine Delikatesse gefunden.

Mysteriöser Fund im Wald entpuppt sich als Delikatesse: Seltene Pilzform entdeckt

„Weiß jemand, was das ist?“ Diese Frage samt Foto stellt Astrid R. Social Media. Wie sie kreiszeitung.de berichtet, hat sie den mysteriösen Fund Ende September in einem Wald zwischen Syke und Bassum im Landkreis Diepholz gemacht. Unseriöse und witzige Kommentare lassen nicht lang auf sich warten: „Ganz klar ein Dinosaurier-Ei“, schreibt ein Nutzer. Viele andere jedoch wissen, ganz genau, was auf dem geposteten Bild zu sehen ist.

„Ein Hexenei kurz vor dem Schlüpfen“, heißt es von einer anderen Nutzerin. Nur: Was ist ein Hexenei? Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Mykologie, handelt es sich bei einem Hexenei um eine Frühform einer Gewöhnlichen Stinkmorchel. Diese verströmt – wie der Name es vermuten lässt – einen unangenehmen Geruch nach Aas. Damit werden Fliegen angelockt, um die Pilzsporen am Kopf der Morchel zu verbreiten.

Hexeneier nur wenige Tage genießbar: Frühform der Stinkmorchel gilt unter Kennern als Delikatesse

Hexeneier jedoch, könnten laut der Pilzkunde durchaus gegessen werden – und gelten unter Kennern als Geheimtipp und als Delikatesse. Sollten die kleinen, drei mich sechs Zentimeter großen und seltenen Knollen gefunden werden, wird aber keine üppige Mahlzeit daraus. Denn die ohnehin schon kleinen Kugeln müssen zunächst einmal geschält werden.

Außen verfügt das Hexenei über eine schleimige, geleeartige Masse, die entfernt werden muss – essbar ist nur der innere, weiße Kern. Dieser kann roh gegessen, aber auch gut angebraten werden. Schmecken soll der Ausnahmepilz leicht nach Rettich und kaum nach dem herkömmlichen Speisepilz-Geschmack.

Kommentare