Gefahr „sehr gering“

Weltraumschrott fällt auf Deutschland: Die Kreise in Niedersachsen könnten betroffen sein

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Trümmerteile der ISS könnten heute in Deutschland vom Himmel fallen. Auch Teile Niedersachsens wären womöglich davon betroffen.

Hannover – Vorsicht vor Weltraumschrott: Wie das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) mitteilte, könnten Trümmerteile der Internationalen Raumstation ISS auf die Erde fallen. Nach Angaben des Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) könnte der Weltraumschrott zwischen Freitagmittag, 8. März, und Samstagmittag, 9. März, in die Erdatmosphäre eintreten.

Der Weltraumschrott stammt von der ISS. Er wurde vor drei Jahren abgestoßen und schwirrte seitdem durchs All.

Auch in Niedersachsen ist es möglich, dass Weltraumschrott vom Himmel fällt, warnt das BKK. Betroffen könnten die Landkreise Northeim, Göttingen, Holzminden und Goslar sein. Als Zeitrahmen wird der frühe Freitagabend angegeben. Zudem könnten Leuchterscheinungen oder ein Überschallknall eintreten, heißt es weiter.

Weltraumschrott der ISS könnte auf Niedersachsen fallen: So hoch ist die Wahrscheinlichkeit

Obwohl deutsche Behörden den Vorgang streng überwachen, wird die Chance, dass wirklich Trümmerteile in Deutschland herunterkommen, „als sehr gering“ eingeschätzt. Es wird davon ausgegangen, dass ein Großteil des Weltraumschrotts verglüht, bevor er auf die Erde trifft.

Experten vermuten, dass das 2,6 Tonnen schwere Teil in Hunderte Einzelfragmente zerfällt. Diese können allerdings noch mehrere Kilogramm wiegen. Sollte solch ein Teil tatsächlich aufschlagen, gilt: den Weltraumschrott bloß nicht anfassen. Das berichtet die HNA unter Berufung auf Experten.

Weltraumschrott der ISS fällt auf Deutschland: Seit drei Jahren schwirrt er durchs All

Bei dem tonnenschweren Teil handelt es sich um ein Batteriemodul der ISS. Vor drei Jahren wurde es abgeworfen und schwirrt seitdem durchs All. Es hat ungefähr die Größe eines SUV.

Schätzungen zufolge kreisen derzeit rund 11.500 Tonnen Weltraumschrott um die Erde. Anders als das Batterieteil werden Satelliten zunehmend gezielt zum Absturz gebracht, da sie die Raumfahrt gefährden. So ist etwa Ende Februar dieses Jahres ein alter Satellit geplant in den Pazifik gestürzt. Die ISS selbst soll 2030 abstürzen. Geplanter Absturz-Ort ist dabei ebenfalls der Pazifik.

Auch andere Teile Deutschlands könnten vom Weltraum-Schrott betroffen sein. So überfliegt die Batterie beispielsweise auch Hessen.

Rubriklistenbild: © Sultan Alneyadi/dpa

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