Wenn Deutschland schwitzt: Tipps gegen die Hitze

+
Ohne viel Wasser geht es nicht im Sommer überhaupt nicht. Deshalb sorgt Sarah Bitiq-Harmening (40) aus Brinkum für Nachschub.
  • schließen

Wenn die Hitzewelle kommt: Bürger geben Tipps wie man sich dagegen wappnet.

Stuhr – „Ich kann mit Hitze nicht gut umgehen. Sie macht mir zu schaffen“, sagt Gunda Luckhardt-Harmening aus Brinkum. Wenn es zu heiß wird, befürchtet sie Kreislaufstörungen. Sie weiß, dass die nächste Hitzewelle kommt, und bereitet sich vor. Bei den Stuhrer Parkplatz-Gesprächen sind heiße Sommertage und wie man sich dagegen wappnet ein Thema. Die 71-Jährige und andere Stuhrer berichten von cleveren Strategien, um das Leben mit heißen Temperaturen erträglich zu machen. „Morgens um 7 Uhr, reiße ich alle Türen und Fenster auf und lüfte ich die Wohnung“, sagt Gunda Luckhardt-Harmening. Sie ergänzt: „Wenn ich das Gefühl habe, dass die Wärme kommt, mache ich alles zu.“ Sie ziehe sich zudem dünne Kleidung an – Sachen aus Baumwolle oder Leinen. Eine Schale mit kaltem Wasser für die Füße würde für eine erfrischende Abkühlung sorgen. Natürlich würde sie immer viel trinken, sagt die Brinkumerin. Ihre Tochter Sarah Bitiq-Harmening (40) sorgt für den Getränkenachschub. Deren Familie trinkt im Sommer ebenfalls „viel Wasser“, und „die Kinder bekommen außerdem Wassereis“.

Im Einkaufswagen liegt viel Obst. Beim Gemüse achte die 40-Jährige speziell darauf, dass es viel Wasser enthält. Das sei zum Beispiel bei Gurken der Fall.

Die Essenszubereitung habe sie längst umgestellt. Statt deftiger Speisen gibt es nun die leichte Küche: Statt Gulasch kommt lieber ein Nudelsalat mit frischen Paprika, Erbsen und Möhren auf den Tisch. „In den Schulferien essen wir schon mal gegen 21 Uhr warm.“ Dann sei es abgekühlt, man hat über den Tag geschwitzt und Salz verloren und dann führt man es wieder zu. Man könnte von den Menschen im Süden viel lernen. Ein prima Durstlöscher sei der Mix aus Joghurt, Wasser und Salz. Ihre Mutter schwört allerdings auf kalte Buttermilch.

Elfriede Sauter (69) aus Brinkum hat einen anderen Tipp: „Ich schneide eine Wassermelone in mundgerechte Stücke und stelle die in ein Gefrierfach. Danach kommt Vanillejoghurt drüber. Lecker.“ Außerdem isst sie viel Wassereis.

Elfriede Sauter (69) aus Brinkum

Für Lydia Teichert aus Brinkum gehört zum Wasser frische Zitrone. Im Sommer sollte man einmal mehr die Füße hochlegen und sich ausruhen, sagt die 48-Jährige. Sie taucht zudem ihre Beine in ihren Gartenteich ein. „Das kühlt schön.“ Außerdem gehe sie mit ihrer Familie gerne baden. „Am liebsten fahren wir nach Harpstedt ins Rosenbad. Viele alte und große Bäume spenden wunderbar Schatten“, so Lydia Teichert.

Lydia Teichert (48) aus Brinkum

Anja Siemering (42) aus Seckenhausen zieht es auch bei heißen Temperaturen ins Freie. Auf Gartenarbeit oder Entspannung im eigenen grünen Refugium, möchte sie nicht verzichten. Deshalb sei Schatten für sie besonders wichtig, sagt sie. Sollte es doch einmal in die Sonne gehen, dann „creme ich mich ein. Ich habe einen hellen Hauttyp und benutze mindestens Lichtschutzfaktor 30“. Wenn es in den Urlaub geht, dann gehört Lichtschutzfaktor-50-Creme ins Gepäck. Außerdem trägt sie lange Kleidung – das sei ebenfalls ein guter Sonnenschutz.

Anja Siemering (42) aus Seckenhausen

Um ihre Wohnung vor heißer Luft zu schützen würde Ivonne Dostalek (47) aus Brinkum ihre Wohnung öfter querlüften. „Tagsüber habe ich vollen Durchzug. Sonst ist das nicht auszuhalten.“

Ivonne Dostalek (47) aus Brinkum

Lydia Teichert plädiert dafür, an die Tiere zu denken: „Ich lasse meine beiden Hunde in Ruhe. Man muss in der Hitze nicht spazieren gehen, weil der Boden so heiß ist.“ Sie würde niemals ihre Hunde im Auto lassen. Ihre Pferde im offenen Stall gönne sie ebenfalls Ruhe.

Kommentare