VonAnne-Katrin Schwarzeschließen
Hoya – Verhaltenes Aufatmen bei den Einsatzkräften und Einwohnern in der Samtgemeinde Grafschaft Hoya. Der Pegel der Weser ist seit Freitag mehr als erwartet gefallen. Der Landkreis Nienburg hob die Sperrung der Landesstraße 330 zwischen Hassel und Hoya am Sonntag um 14 Uhr auf.
Im Update des Landkreises Sonntag um 10 Uhr war noch die Rede davon, dass die Straße, und als Konsequenz der Weserübergang in Hoya, bis Dienstag gesperrt bleibt. Mit dieser Ankündigung hatten die Behörden die Bevölkerung am Freitag in das lange Silvester-Wochenende geschickt.
„Die Fahrbahn war am Sonntagmittag zwar nicht mehr überflutet, die Straße aber durch Treibgut aller Art stark verschmutzt“, berichtete Feuerwehrsprecher Friedrich Brinkmann am frühen Nachmittag, nachdem sich der Krisenstab aus Verwaltung, Feuerwehr, Bauhof und Technischem Hilfswerk (THW) auch am Sonntag zur Lagebesprechung in Hoya getroffen hatte.
„Die Straße muss erst gereinigt werden und wird am Dienstag wieder befahrbar sein“, hieß es zunächst.
Während in der Bürger-Info- und Warn-App „Biwapp“ weiterhin zu lesen ist, die L 330 bleibt gesperrt, gab es auf der Homepage des Landkreises Nienburg um 13 Uhr Entwarnung: „Die Straßenmeisterei Lemke teilt mit, dass die L 330 zwischen Hassel und Hoya entgegen erster Annahmen doch bereits heute, Sonntag, ab 14 Uhr für den Verkehr freigegeben wird. Der Radweg entlang der L 330 ist aber teils noch überflutet.“
Die Straßenmeisterei hatte am frühen Nachmittag die Sperrbaken abgebaut.
Den Pegel der Weser bei Hassel gab der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz am Sonntag um 16 Uhr mit 700 Zentimetern an. Freitag lag er bei 722 Zentimetern über Normalnull. Der Landesbetrieb hält trotz des sinkenden Wasserstands die Warnstufe 3 aufrecht.
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