VonMarcel Priggeschließen
Die sonnigen Tage in Niedersachsen und Bremen sind gezählt. Ein Experte warnt vor einem enormen Wetterumschwung mit schweren Schauern und Gewittern.
Hannover/Bremen – Das Wetter im Mai zeigt sich in Niedersachsen bislang von seiner besonders schönen Seite. Sonne und hohe Temperaturen entzücken die Bewohner im Norden und auch an Christi Himmelfahrt konnte das Wetter glänzen. Dies soll nun aber vorbei sein. In den kommenden Tagen kündigt sich ein enormer Wetterumschwung im Norden an. Ein Experte sagt schwere Schauer und Gewitter voraus.
Unwetter und Gewitter in Niedersachsen erwartet: Wetterumschwung kommt auf den Norden zu
Trockenes, schönes, ja nahezu schon spätsommerliches Wetter in Niedersachsen. Über diese sonnigen Aussichten haben sich die Menschen in Norddeutschland bereits seit einigen Tagen gefreut. Und ganz vorbei ist der Sonnen-Marathon noch nicht. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) wird es bis einschließlich Mittwoch, 15. Mai, weiterhin schön bleiben.
Am Montag werden im Binnenland von Niedersachsen Höchsttemperaturen zwischen 24 und 28 Grad erwartet, während auf den Inseln die Temperaturen zwischen 20 und 25 Grad liegen. Ein schwacher bis mäßiger Südostwind weht, der auf den Inseln teilweise frisch ist.
Das Wetter in Niedersachsen: Sonne und Hitze bis Mittwoch – ab Donnerstag drohen Gewitter
Der Dienstag verspricht meist sonniges Wetter, wobei im äußersten Südwesten am Nachmittag und Abend Wolken aufziehen und das Risiko für Schauer leicht erhöht ist. Die Temperaturen bleiben warm mit Höchstwerten zwischen 25 und 29 Grad, auf den Inseln zwischen 21 und 26 Grad. Der Wind weht größtenteils mäßig aus Ost bis Südost, auf den Inseln teilweise frisch.
Der Mittwoch beginnt sonnig, doch am Nachmittag ziehen aus Südwesten lockere Wolkenfelder auf und das Schauerrisiko erhöht sich leicht zwischen dem südlichen Weserbergland, dem Osnabrücker Land und der Grafschaft Bentheim. Die Temperaturen liegen verbreitet um 26 Grad, auf den Inseln zwischen 20 und 24 Grad. Der Wind weht meist mäßig und vorübergehend stark böig aus Ost bis Südost, im Südwestteil lässt er später nach.
Unwetter im Westen Deutschlands: Über Pfingsten prallt die Wetterfront auf den Norden
Ab Donnerstag kündigt sich jedoch ein großer Wetterumschwung in Niedersachsen an. Laut DWD ist es in der Nordosthälfte zunächst heiter, sonst nimmt die Bewölkung zu und in der Südwesthälfte treten im Tagesverlauf Schauer und Gewitter auf, örtlich mit Starkregen. Die Höchsttemperaturen liegen um 25 Grad, auf den Inseln um 20 Grad. Der Wind weht zumeist mäßig, vor allem im Nordostteil vorübergehend auch frisch aus Osten.
Meteorologe Dominik Jung von wetter.net berichtet von Unwettern in weiten Teilen Deutschlands. „Bis Freitag sind besonders Teile von Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen, das Saarland und Baden-Württemberg von den Gewittern und Unwettern betroffen, später auch Teile von Thüringen und Niedersachsen sowie Sachsen-Anhalt.“
Unwetter über Pfingsten angekündigt: Gewitter, Starkregen und Überschwemmungen drohen in Niedersachsen
Besonders über Pfingsten soll Niedersachsen von den Gewittern betroffen sein, so der Experte. „An der Wettergrenze kommen bis zum Wochenende lokal über 100 Liter Regen pro Quadratmeter vom Himmel. Kleinräumige Überschwemmungen und volle Keller sowie überflutete Straßen können die Folge sein.“
Die Trendprognose des DWD, die mehrere Vorhersagen zusammenfasst, sagt für das Pfingst-Wetter in und um Bremen tatsächlich Regen voraus. Vom Freitag, 17. Mai, bis zum Sonntag, 19. Mai, sollen jeden Tag mehrere Liter Regen pro Tag fallen. Die Höchstprognose zeigt Mengen von bis zu 16 Liter pro Quadratmeter an einem einzigen Tag.
„Daher mein Tipp: Bitte unbedingt in den kommenden Tagen die Wetterwarnungen gut im Auge behalten“, erklärt Jung weiter. Die Gewitter und Schauer würden nur langsam vorüberziehen. „In der Folge kam es lokal eng begrenzt zu sturzflutartigen Niederschlägen und Überschwemmungen. Die Gefahr sollte man nicht unterschätzen.“
Rubriklistenbild: © wetter.net/Olaf Döring/Imago

