VonElias Bartlschließen
Zum wiederholten Male hat ein Wolf mehrere Schafe von Hobby-Tierhalter Jürgen Schenk gerissen. Anwohner fordern nun politisches Handeln.
Römstedt – Am Samstagmorgen wurde Jürgen Schenk, ein Hobby-Tierhalter, erneut von seinen besorgten Nachbarn informiert: Der Wolf hatte in der vergangenen Nacht erneut zugeschlagen und sich an seiner 40-köpfigen Schafsherde ausgetobt. Schon vor wenigen Tagen waren zwei Schafe von Schenk in Römstedt (Landkreis Uelzen) gerissen worden, und es war nur eine Frage der Zeit, bis der Wolf zurückkommen würde. Doch dieses Mal war das Geschehen unmittelbar an einem Wohngebiet – nur 50 Meter von Häusern junger Familien mit kleinen Kindern entfernt.
Wiederholte Wolfsangriffe auf Weiden nahe Wohngebieten
Der Angriff in der Nacht von Freitag auf Samstag forderte bereits zehn Tiere, darunter neun Muttertiere und ein Lamm. Einige andere Schafe wurden schwer verletzt. Tierarzt Dr. Johannes Kieninger, der sofort zur Stelle eilte, erklärte, dass die großen Risswunden bei den verletzten Tieren das Problem seien. Gemeinsam mit Mitgliedern der „Bürgerinitiative für wolfsfreie Nord-Ost-Heide“, angeführt von Günther Winkelmann, unterstützte Jürgen Schenk bei der Sammlung der verbliebenen Tiere. Die Initiative engagiert sich seit Jahren, um betroffene Tierhalter in der Heide zu unterstützen. Winkelmann betonte, dass sie den Wolf nicht ausrotten möchten, aber dass er nicht an den Ortsrändern gehört, sondern auf einen Truppenübungsplatz.
Die Angst in der Nachbarschaft ist spürbar. Die Anwohner fürchten, dass der Wolf sich auch an den Pferden auf dem benachbarten Hof oder gar an Hunden beim Gassigehen vergehen könnte. Die Sorge ist groß, dass der Wolf sich weiterhin so nah an die Häuser wagen wird.
Anwohner in Römstedt in Aufruhr: Behörden sichern Spuren nach Wolfsangriffen
Die Politik wird nun aufgefordert, zu handeln. Die Anwesenden fordern, dass Wölfe, die sich zu sehr den Orten nähern, entnommen werden dürfen. Für Jürgen Schenk, der die Tierhaltung als Hobby betreibt, ist es zum Glück kein großer wirtschaftlicher Verlust, aber er überlegt, das Hobby aufzugeben. Die Behörden waren bereits am frühen Morgen vor Ort, um Spuren zu sichern. Ein DNA-Nachweis soll den Wolf als Täter bestätigen.
Der Vorfall verdeutlicht, dass die Konflikte zwischen Mensch und Wolf zunehmen, da die Vorfälle nun auch direkt an den Wohngebieten stattfinden. Es wird deutlich, dass dringend politische Maßnahmen ergriffen werden müssen, um die Sicherheit der Menschen und ihrer Tiere zu gewährleisten.
