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Ekelfund am Flughafen Hannover: „Leider handelt es sich hierbei um keinen Einzelfall“

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Die Fleischwaren hat der Mann versucht einzuführen
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Zollbeamte in Hannover machen einen ekelhaften Fund: 8 Kilogramm ungekühltes Fleisch, teilweise mit Maden. Ein Fall, der leider keine Seltenheit ist.

Hannover – Es ist ein Fund, der selbst hartgesottene Zöllnerinnen und Zöllner erschüttert: Fast 8 Kilogramm ungekühltes Fleisch verschiedener Tierarten, teilweise bereits von Maden befallen, entdeckten Beamte des Hauptzollamts Hannover bei der Gepäckkontrolle eines Reisenden aus Ghana. Der Vorfall ereignete sich am 23. Oktober am Flughafen Hannover. Am Münchener Flughafen entdeckten die Einsatzkräfte bereits quasi eine ganze Ziege, aber in Einzelteilen.

Mann aus Ghana versucht 8 Kilogramm Ekel-Fleisch nach Deutschland zu bringen – mit Maden

„Leider handelt es sich hierbei um keinen Einzelfall“, erklärt Enrico Bacher, Pressesprecher des Hauptzollamts Hannover. „Allein am Flughafen Hannover haben meine Kolleginnen und Kollegen im letzten Jahr in über 500 Fällen tierische Produkte mit einem Gesamtgewicht von über 2 Tonnen beschlagnahmt.“

Das Fleisch war aufgrund tierseuchenrechtlicher Vorschriften nicht einfuhrfähig und wurde daher eingezogen und fachgerecht vernichtet. Die zuständige Veterinärbehörde übernimmt die weitere Bearbeitung des Sachverhalts. Den Reisenden erwartet neben den Entsorgungskosten auch ein Bußgeld.

Die Einfuhr von Erzeugnissen tierischen Ursprungs ist streng reguliert, um das Einschleppen von Tierseuchen zu verhindern. Reisende, die Fleisch, Milch oder daraus hergestellte Erzeugnisse wie Käse oder Wurstwaren einführen möchten, müssen dieselben veterinärrechtlichen Anforderungen erfüllen wie gewerbsmäßige Einfuhrsendungen. Bei Nichterfüllung dieser Voraussetzungen werden die Sendungen vom Zoll zurückgewiesen und müssen gegebenenfalls vor Ort entsorgt werden.

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