Waren nicht bezahlt

150.000 Euro Schaden: Hammer soll bei Masken-Deals betrogen haben

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Schwarze Schafe hat es im Zuge Corona-Pandemie offenbar auch unter Hammer Geschäftsleuten gegeben. Ein solcher Betrugs-Kandidat muss sich am 30. August vor dem Hammer Schöffengericht verantworten.

Hamm – Der 36-jährige Hammer war laut Anklage Anfang März 2020 – also noch ehe die ersten Corona-Fälle in Hamm nachgewiesen worden waren – auf den lukrativen Zug aufgesprungen. Über Ebay-Kleinanzeigen soll er zunächst 100 FFP-3-Masken im Wert von 1.300 Euro geordert und erhalten, die Lieferung aber nicht bezahlt haben.

Ganze Fülle ähnlich gelagerter Betrügereien

Der Masken-Deal war offenbar der Auftakt zu einer ganzen Fülle ähnlich gelagerter Betrügereien. Während der 36-Jährige sein „dynamisches Unternehmen“ bewarb und in Richtung Friseuren, Gastronomie-Betrieben und Fahrschulen behauptete, durch „eigene Importe“ in der Lage zu sein, Masken aller Art in beliebiger Stückzahl liefern zu können, schauten seine Lieferanten laut Anklage vielfach in die Röhre.

Hygiene-Handschuhe, Desinfektionsmittel und Corona-Tests – die größte Lieferung hatte einen Wert von 147.000 Euro – sollen in den nächsten Monaten (bis Mai 2021) von ihm geordert, aber nicht bezahlt worden sein. Teils gelang es den Unternehmen sich ihren Waren (in Teilen) zurückzuholen. Der Gesamtschaden bei den jetzt angeklagten sechs Betrugstaten liegt bei rund 150.000 Euro.

Mann betrog offenbar auch mit Fußballtickets

Der 36-Jährige ist Deutscher und seit vielen Jahren wegen Betrugs strafrechtlich in Erscheinung getreten. Nach den Corona-Geschäften soll er auf Fußballtickets umgeschwenkt sein und damit betrogen haben. Letzteres ist aber nicht Gegenstand des Verfahrens am 30. August.

Rubriklistenbild: © Daniel Karmann / dpa

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