CDU klar vorne

16 Prozent mehr als die SPD: Paul Ziemiak dominiert im Kreis

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Die Mitglieder der Jungen Union Plettenberg - von links Maximilian Holthaus, Paul Rahn, David Hietsch und Felix Tillmann - feierten zusammen mit CDU-Wahlsieger Paul Ziemiak (Mitte) in Iserlohn.
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Paul Ziemiak (CDU) gewinnt, AfD-Kandidat Wolfgang Grudda fast gleichauf mit Bettina Lugk (SPD)

Märkischer Kreis - Die Würfel sind gefallen: Der Wahlkreis 149 (früher 150), der von 1994 bis 2017 sechsmal in Folge von Dagmar Freitag (SPD) gewonnen werden konnte, ist nach 2021 zum zweiten Mal in Folge fest in CDU-Hand. Wie schon vor vier Jahren setzte sich Paul Ziemiak (CDU) gegen Bettina Lugk (SPD) durch, diesmal aber mit einem sehr viel größeren Abstand als bei der letzten Wahl. Der NRW-Generalsekretär erreichte 38,7 Prozent (2021: 33,7 Prozent) der Erststimmen und wies die Sozialdemokratin Bettina Lugk mit 22,6 Prozent (2021: 30,4 Prozent) damit klar in die Schranken. Während Ziemiak bei der letzten Wahl rund sechs Prozent über dem Bundestrend lag, waren es diesmal insgesamt zehn Prozent.

Bei der Siegesfeier der CDU in der Iserlohner Schauburg äußerte sich der auf Platz drei der Landesliste stehende Ziemiak wie folgt zum Wahlsieg: „Die Stimmung hier ist fantastisch. Was soll ich sagen: 16 Prozent vor der SPD und 17,5 Prozent vor der AfD sind ein phänomenales Ergebnis“, freute sich Ziemiak zusammen mit seinem Team. „Wir haben einen sehr engagierten Wahlkampf geführt und sind für unsere Wahlkreis-Arbeit in den letzten vier Jahren belohnt worden“, betonte Ziemiak, der zehn Prozent mehr holte als die CDU auf Bundesebene. Im Kreise von Freunden, Parteikollegen und seiner Familie feierte der Iserlohner den Erfolg ausgelassen.

Nur ganz kurz musste der klare Gewinner des Wahlkreises Märkischer Kreis II zittern, denn während früher der Gewinner eines Wahlkreises automatisch auch ein Direktmandant in Berlin sicher hatte, gilt dies nach der Wahlrechtsreform nicht mehr automatisch. Entsprechend gespannt verfolgt Ziemiak auch die Ergebnisse in den übrigen NRW-Wahlkreisen.

„Es war recht schnell klar, dass wir mit unserem Ergebnis in Nordrhein-Westfalen weit oben liegen und ich kann jetzt schon sagen, dass ich in den nächsten Bundestag einziehen werden“, freute sich Paul Ziemiak und sagte abschließend: „Das wird noch eine lange Nacht!“

Lugk mit Ergebnis nicht zufrieden

Große Enttäuschung herrschte am Sonntagabend dagegen bei der Bundestagsabgeordneten Bettina Lugk, die mit Listenplatz 14 um einen erneuten Einzug in den Bundestag zittern musste. Lugk äußerte sich am Sonntag wie folgt zum Wahlausgang: „Mit dem Ergebnis im Wahlkreis bin ich nicht zufrieden. Beim aktuellen Stand der Auszählungen sieht das so aus, dass ich bei der Erststimme über der Parteistimme liege. Wir interpretieren das so, dass es mir und meinem Team gelungen ist, zusätzlich zu den Themen, die dem SPD-Wahlprogramm zu entnehmen sind, weitere Themen aufzugreifen und glaubhaft zu vertreten“.

Während die AfD bei der letzten Bundestagswahl auf gerade einmal 9 Prozent der Stimmen im Kreis kam, erreichte die von Alice Weidel angeführte Partei diesmal mit 21,5 Prozent mehr als doppelt so viele Stimmen. Der AfD-Kandidat Wolfgang Grudda erreichte etwas mehr als 21 Prozent der Stimmen.

Jana Norina Finke (Die Linke) erzielte mit 6,54 Prozent gut 80 Stimmen mehr als Marjan Frauke Eggers, die für die Grünen ins Rennen ging und am Ende 6,48 Prozent der Stimmen holte.

Ähnlich wie auf Bundesebene hatte es die FDP mit der Kandidatin Lydia Timmer im Wahlkreis 149 schwer. Die Vertreterin der Liberalen kam auf gerade einmal 3 Prozent der abgegebenen Stimmen.

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