VonThomas Machatzkeschließen
Die Öffentlichkeit schaut dieser Tage vor allem auf die Sprengung der Talbrücke Rahmede (7. Mai), doch im Schatten dieser Planungen nehmen bei einer Nachbarin, der Talbrücke Sterbecke, die Arbeiten seit Anfang der Woche Fahrt auf.
Schalksmühle – Zur Erinnerung: Auch die Talbrücke Sterbecke muss ersetzt werden – allerdings hier bei zwei Teilbauwerken in zwei Schritten, sodass über das jeweils andere Teilbauwerk der Verkehr vierspurig weiterfließen kann, ergo keine Sperrung nötig ist.
Während für die Talbrücke Rahmede noch die Ausschreibung läuft, ist der Auftrag für die Nachbarin bereits vergeben, hat der Auftragnehmer der Autobahn GmbH für den Neubau dieser Brücke nun schon Quartier bezogen: Seit einigen Tagen stehen die Fahrzeuge und Bauwagen der Unternehmensgruppe Echterhoff mit Hauptsitz in Westerkappeln als Expertin für den Neubau von Brücken aller Art auf den beiden direkt benachbarten Rastplätzen. Hier gibt es bereits ein munteres Treiben, werden die ersten Arbeiten aufgenommen.
Im Unternehmen Echterhoff bestätigt man den Baubeginn, verweist für weitere Auskünfte allerdings an die Autobahn GmbH, die gerne die Informationshoheit behält. „Derzeit laufen Tiefbauarbeiten im Bereich der Gemeinde Schalksmühle für die spätere Baustellenversorgung – Strom, Wasser“, gibt deren Sprecher Bernd A. Löchter Auskunft, „darüber hinaus wird ein Rettungsweg für die Bauphase angelegt. Ebenfalls hat der Bau des Fallbettes für die spätere Sprengung begonnen. Die Hohlräume in den Pfeilern werden für den Sprengabbruch verfüllt. Die Widerlager der verbleibenden Fahrtrichtung müssen gesichert werden. Dazu werden derzeit vor und hinter dem Bauwerk neue Träger gebaut. Dazu dient das derzeit vor Ort sichtbare Bohrgerät. Mit diesen Arbeiten wird die Sprengung des Überbaus in Richtung Frankfurt vorbereitet.“ Die Brücke mit Fahrtrichtung Frankfurt wird also als erste fallen, während die Brücke in Fahrtrichtung Nord weiter befahren werden kann.
A45-Sperrung: Baubeginn und Sprengung an der Talbrücke Sterbecke
Es ist also die nächste Sprengung nach dem Fall der Talbrücke Rahmede. Wann genau gesprengt wird, lässt sich inzwischen zeitlich einordnen, voraussichtlich Ende Mai, vermutlich am 28. Mai (Pfingstsonntag). Bernd A. Löchter wollte den Termin auf Nachfrage jedoch noch nicht bestätigen. Der Termin stehe noch nicht fest, erklärte Löchter sichtlich bemüht. Nach Informationen unserer Zeitung ist der Termin vor einigen Tagen aber intern bereits kommuniziert worden, mit dem Hinweis, dass dieser Termin von allen Informierten noch streng vertraulich zu behandeln sei. Auch die Arbeiter auf der Baustelle an der A45 stellen sich auf einen Sprengabbruch des ersten Teilbauwerks Ende Mai ein.
Für den Zeitraum nach Ostern jedenfalls sind Abstimmungsgespräche zur Sprengung anberaumt, an denen auch Vertreter der Gemeinde Schalksmühle teilnehmen sollen. Fürs Ordnungsamt werden Silvia Gonzalez Algaba oder Vera Mölders, fürs Bauamt Peer Heinzer oder Bauhofleiter Christian Knaup an den Gesprächen mit der Autobahn GmbH, aber auch dem Straßenverkehrsamt des Märkischen Kreises teilnehmen. „Es ist wichtig, dass da Leute sind, die das Gebiet genau kennen“, sagt Schalksmühles Bürgermeister Jörg Schönenberg, „es geht um die Verkehrsregelungen in dieser Zeit, aber es ist zum Beispiel auch zu prüfen, ob möglicherweise Anwohner für den Zeitraum der Sprengung ihre Häuser verlassen müssen, die ja zum Teil sehr nah an der Talbrücke Sterbecke stehen.“
Sei’s drum: Es tut sich was an der Sterbecke. Ein in die Jahre gekommenes Brückenbauwerk, das die Autobahn GmbH – anders als die Talbrücke Rahmede – noch rechtzeitig durch ein neues ersetzen wird. Das sind gute Nachrichten zum Osterfest, auch wenn die Autobahn GmbH sie nicht besonders offensiv zu verkaufen weiß.
