Pachtvertrag läuft aus

Änderung im Allwetterzoo Münster: Besuchermagnet schließt bald

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Im Robbenhaven im Allwetterzoo Münster ist bald mit den Vorstellungen Schluss: Der beliebte Besuchermagnet schließt zum Ende des Jahres.

Münster – Sie springen, winken mit den Flossen und sollen die Seelöwen-Fans unterhalten. Seit 50 Jahren können Besucher sich im Allwetter Zoo Münster in NRW mehrmals täglich Vorstellungen im Robbenhaven anschauen. Damit ist bald Schluss: Der Robbenhaven schließt zum Ende des Jahres.

Schließung im Allwetterzoo Münster: Robbenhaven wird aufgelöst

Weil der Pachtvertrag mit dem Allwetterzoo Münster ausläuft und auch nicht verlängert werden soll, wird das Robbenhaven (ehemals das Delphinarium Münster) im Winter 2024 schließen. Schon seit einigen Jahren plant der Zoo, die Zusammenarbeit mit Robbenhaven zu beenden — und auch eine Übernahme des Betriebs seitens des Zoos sei nicht geplant.

„Generell sind Haltungen mit viel Wasser, in denen die Tiere leben, sehr kosten- und wartungsintensiv“, sagt Zoodirektorin Dr. Simone Schehka auf Nachfrage von wa.de. Bei einer Weiterführung von Robbenhaven hätte der Zoo „nochmal ganz andere Summen“ in die Tierhaltung stecken müssen. Wünschenwert wäre etwa ein Außenbereich für die Tiere gewesen. „Und das war von Vornherein eben nicht geplant“, erklärt Schehka.

Zwei kalifornische Seelöwen messen ihre Kräfte im Zoo.

Verbleib der Seelöwen noch nicht geklärt

Wie es mit den rund zehn kalifornischen Seelöwen weiter gehe, ist noch unklar. Die Tiere sind alle im Robbenhaven oder in anderen Zoos geboren und sollen jetzt ein neues Zuhause erhalten. Die Planung der zukünftigen Unterbringung sei ein langer Prozess, teilt Robbenhaven mit.

Deshalb könne noch keine genaue Angabe zum Verbleib der Meeresbewohner gemacht werden. Das Wohl der Tiere stehe jedoch an erster Stelle. Da die Tiere nicht dem Zoo, sondern Robbenhaven gehören, sei der Betrieb auch für die Unterbringung verantwortlich, sagt Schehka.

Die Planung für die Weiternutzung des Geländes soll im zweiten Halbjahr dieses Jahres beginnen. „Die Besucher dürfen gespannt sein, aber sie müssen sich noch ein bisschen gedulden“, sagt die Zoodirektorin. Damit etwas „Schönes“ entstehe, wolle sich der Zoo ausreichend Zeit nehmen.

Rubriklistenbild: © dpa

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