Altstadtflair und prächtige Burg: Historischer Stadtteil gilt als richtiger Geheimtipp
VonNina Wette
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Ein Stadtteil in Krefeld lockt mit seiner historischen Altstadt als attraktives Ausflugsziel. Das besondere Highlight: Eine der ältesten Burgen des Niederrheins.
Krefeld - Nordrhein-Westfalen hat einige Geheimtipps zu bieten: Inmitten moderner Großstädte befinden sich häufig schöne Altstädte, die zum Beispiel bei einem Tagesausflug entdeckt werden können. Einer dieser Geheimtipps befindet sich am Niederrhein – in Krefeld.
Charmantes Altstadtflair und prächtige Burg: Historischer Stadtteil gilt als echter Geheimtipp
Der Krefelder Stadtteil Linn gilt als attraktiver Ausflugstipp. Seit 1901 gehört Linn zur Stadt Krefeld. Der Stadtteil begeistert mit seinem historischen Ortskern. Gepflasterte Altstadtgassen laden zu einem Rundgang durch die charmante Altstadt ein. Geprägt sind die alten Gässchen von verputzten oder geschlämmten Backsteinbauten sowie Fachwerkbauten, wie die Arbeitsgemeinschaft „Historischer Stadt- und Ortskerne in NRW“ berichtet. Es seien sogar einzelne barocke Häuser des 17. Jahrhunderts erhalten.
Im Ortskern befinden sich unter anderem der Andreasmarkt und das Deutsche Textilmuseum. Das Museum stellt unter anderem historische Textilien aus und präsentiert wechselnde Ausstellungen.
900 Jahre alte Wasserburg ist das Herzstück der Altstadt
Ein Highlight ist die Burg Linn. Die Wasserburg ist mit ihrem Alter von über 900 Jahren eine der ältesten Burganlagen des Niederrheins, wie das Burgmuseum berichtet. Umgeben ist die prächtige Burg von einem breiten Wassergraben. Die Anlage beherbergt ein Archäologisches Museum, in dem unter anderem Originalfunde aus der Ur- und Frühgeschichte ausgestellt werden. In der historischen Kulisse der Burg finden übrigens auch regelmäßig Ritterspiele statt.
Rund um die Burg findet zudem jährlich der größte Handwerkermarkt Deutschland statt. Auf dem Flachsmarkt bieten zahlreiche Handwerke ihre Produkte an und geben einen Einblick in ihre Arbeit. Besonders spannend: Mit dabei sind viele beinahe ausgestorbene Berufe wie Stuhlflechter, Bürstenmacher und Rüstungsschmiede.
Einen Besuch wert ist auch das Jagdschloss auf dem Burggelände. Was zunächst nur ein Pferdestall und später eine Kellnerei war, wurde um 1740 zu einem Jagdschloss. Wie das Burgmuseum auf seiner Website berichtet, ließ sich der Kurfürst Clemens August das Gebäude für seine Besuche erbauen. 1924 ging das Jagdschloss in den Besitz der Stadt Krefeld über und ist heute ein Museum, in dem Besucher etwas über die Krefelder Musikgeschichte erfahren können.