- VonFrank Osiewaczschließen
Es hat sich ausgekreiselt an der Meile in Hamm: Die Idee, den neuen autofreien Teil der Südstraße mit einem Kreisverkehr zu begrenzen, hat sich nicht durchsetzen können.
Hamm – Ein Antrag des parteilosen Roland Koslowski, der aber für Die Linke auftritt, fand in der Bezirksvertretung Hamm-Mitte keine Mehrheit. Koslowski hatte den Einmündungsbereich Südstraße/Ostenwall mit der abknickenden Vorfahrt als „erheblichen Gefahrenpunkt“ für Nicht-Autofahrer beurteilt und mit der Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer für einen Kreisverkehr argumentiert.
Dass er nicht im Sinne der städtischen Verkehrsplanung sei, hatte OB Marc Herter schon beim Ortstermin zur Umwidmung der „Meile“ zur Fußgängerzone vorweggenommen. Die Verwaltung hatte mit zu geringem Platz für die Schleppkurven der Gelenkbusse argumentiert. In seiner Replik in der BV Mitte sagte Koslowski, es müsse ja kein Kreisverkehr mit einer Mittelinsel vom Format eines „Naherholungsgebietes“ sein. Er sagte voraus, irgendwann komme der Kreisverkehr doch. Das sei so sicher wie die Meile nach Jahren abgelehnter „Linker“ Anträge doch Fußgängerzone geworden sei.
„Schwachsinnig wie nur irgendetwas“
Siegbert Künzel (Grüne) ließ sich in dem ohnehin etwas aufgeladenen Sitzungsverlauf dazu hinreißen, die Diskussion um einen Kreisverkehr an dieser Stelle als „schwachsinnig wie nur irgendetwas“ zu bezeichnen. Ein schlüssiges Argument lieferte er aber auch: Es handle sich um eine abknickende Vorfahrt mit nur einer Straße, nicht um eine Kreuzung.
Die Stadt hatte bereits angekündigt, im Frühjahr den Kurvenbereich am Ostenwall aufzupflastern und die Fußgängerquerung am Universa-Hochhaus besser kenntlich zu machen.