VonMarkus Hannekenschließen
[Update] Auf der A2 bei Hamm ist ein Auto mit einem Gastank ausgebrannt. Zum Glück kamen Fahrer eines privaten Rettungsdiensts vorbei. Die Feuerwehr bekämpfte das Problem mit viel Schaum.
Hamm - Schwieriger Einsatz für die Feuerwehr auf der A2 bei Hamm-Uentrop: Dort war am Freitagabend, 2. Februar, ein Kleinwagen in Brand geraten. Die Autobahn musste mehr als zwei Stunden gesperrt werden. Die Motorradstaffel des Reinoldus Rettungsdiensts leistete wichtige Vorarbeit.
Bei der Feuerwehr ging die Alarmierung am Freitag gegen 19 Uhr ein. Demnach stand auf dem Seitenstreifen der A2 in Fahrtrichtung Oberhausen ein Auto in Vollbrand. Weil darin eine Gasanlage (LPG) verbaut war, sperrte die Polizei zur Sicherheit der Verkehrsteilnehmer alle drei Fahrspuren der betroffenen Seite zwischen den Anschlussstellen Uentrop und Hamm. Eine Explosion ist in solchen Fällen nicht ausgeschlossen.
Ein Trupp der Berufsfeuerwehr Hamm habe die Einsatzstelle ausgeleuchtet und das Feuer unter Atemschutz zunächst mit einem C-Rohr bekämpft, heißt es. Im weiteren Verlauf seien mittels Schaum auch die weiteren, schwerer zu erreichenden Stellen sicher abgedeckt worden.
Kräfte des Einsatzbereichs Uentrop sicherten die Einsatzstelle zusätzlich ab und sorgten für die Zuführung des Löschwassers. Auch Beamte der Autobahnpolizei Dortmund waren vor Ort. Verletzt wurde niemand, die Insassen hatten das Fahrzeug früh genug verlassen können.
Feuer brach zum Glück erst auf dem Standstreifen aus
Nach Angaben eines Polizeisprechers handelte es sich bei dem Auto um einen in Bochum zugelassenen Hyundai. Der Fahrer habe es wegen eines technischen Defekts auf den Seitenstreifen gefahren. Erst dort sei das Feuer ausgebrochen.
Gegen 19.50 Uhr wurde zunächst eine Fahrspur wieder freigegeben, die weiteren folgten gegen 20.25 Uhr. Eine Stunde später, nachdem das Auto abgeschleppt war, konnte die Polizei den Einsatz beenden. Der Schaden sei der Autobahnmeisterei gemeldet worden, die sich nun um die Instandsetzung des durch die große Hitze beschädigten Standstreifens kümmern muss.
Motorrad-Helfer als Vorhut für Polizei und Feuerwehr
Noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr und der Polizei hatten zwei Mitarbeiter des privaten Reinoldus Rettungsdiensts wichtige Vorarbeiten geleistet. Die Biker hatten das brennende Auto im Rahmen einer Patrouillenfahrt gesichtet und konnten somit direkt handeln. Sie sicherten die Unfallstelle mit Blaulicht ab und alarmierten weitere Rettungskräfte. Als sich ihnen die Gastank-Problematik erschloss, sorgten sie für großzügigen Abstand und warnten den nachfolgenden Verkehr.
Wie sich im Nachhinein herausstellte, sind beide Helfer eigentlich hauptberufliche und erfahrene Feuerwehrleute in Hamm. Erst seit wenigen Wochen bilden sie die kleine ehrenamtliche Motorradstaffel für die Firma Reinoldus. Diese hat ihren Sitz zwar in Dortmund, ist aber vorrangig im und um den Kreis Unna aktiv.
Lob der Autobahnpolizei für Motorrad-Helfer aus Hamm
Die passionierten Biker fahren während ihrer bis zu fünfstündigen Schichten einen festen Radius auf den Autobahnen A1, A2 und A44 ab - stets auf der Suche zum Beispiel nach liegengebliebenen oder verunfallten Fahrzeugen, um dort bei kleinen und großen Problemen zu helfen, meistens als Erstversorger. Zwei bis drei Mal passiere das im Schnitt pro Schicht, erklärte ein Firmensprecher auf WA-Nachfrage. Bezahlt werden die Männer dafür nicht, es gibt nur eine Aufwandsentschädigung. Denn Reinoldus ist eine gGmbH, also gemeinnützig.
„Ich gestehe, dass uns die Staffel richtig Spaß macht“, freut sich der Firmensprecher. Auch vonseiten der Autobahnpolizei komme oft Lob. Ein wichtiger Vorteil so zum Beispiel, dass die professionell ausgestatteten Motorräder schneller durch einen Stau kommen als jedes Löschfahrzeug.
Immer wieder kommt es auf der A2 bei Uentrop zu Einsätzen wegen brennender Fahrzeuge. Ein besonders spektakulärer Unfall ereignete sich im September 2023. Ein BMW-Fahrer wurde dabei schwer verletzt.
Im September 2023 fanden Hammer Feuerwehrleute auf der A2 nicht nur ein Unfallfahrzeug vor, sondern auch eine prominente Ersthelferin: Ilka Bessin alias Cindy aus Marzahn.
Rubriklistenbild: © privat


