Hoffen auf A445

B63 wird saniert: Straßen-NRW erwartet Staus statt Wunder

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Ohne die A445 wird sich die Verkehrssituation auf der B63 in Rhynern nicht nachhaltig verbessern. Davon ist der Landesbetrieb Straßen-NRW überzeugt.
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Im Zusammenhang mit den Veränderungen im Gewerbepark Rhynern äußern sich die Stadt Hamm und Straßen-NRW zur Zukunft der B63. Das dürften viele Nutzer der Landesstraße nicht gern hören.

Rhynern – Die Firma Manss aus Hamm plant im Gewerbepark Rhynern einen Neubau. Dazu läuft derzeit das Bebauungsplanverfahren für das Grundstück im Kreuzungsbereich Oberallener Weg/Werler Straße gegenüber der Aral-Tankstelle. Vor wenigen Tagen bewegte ein Bagger auf dem Areal Erde. Das war kein verfrüher Baustart der Manss-Gebäude, sondern die Archäologen nahmen – wie bei bevorstehenden Baumaßnahmen üblich – das Gelände unter die Lupe. Mittlerweile sind die Wissenschaftler schon wieder abgezogen.

Derweil wird die nächste Vorlage für die Politik im laufenden Bebauungsplanverfahren vorbereitet. Dazu gehört auch eine Umweltprüfung samt Ausgleichsmaßnahmen, die möglichst direkt vor Ort umgesetzt werden sollen. In der Diskussion sind unter anderem die Entwicklung eines Waldes oder einer Streuobstwiese.

Für die Fläche als eine der letzten im südlichen Teil des Gewerbegebiets war bereits 2017 ein Bebauungsplanverfahren auf Eis gelegt worden, da der Landesbetrieb Straßen-NRW wegen der ohnehin bereits hohen Verkehrsbelastung auf der B63 Bedenken geäußert hatte. Durch die konkrete Anfrage der Firma Manss beschäftigte sich Straßen-NRW noch einmal mit der Situation rund um dieses Grundstück und erstellte ein neues Verkehrsgutachten. „Da es sich lediglich um die Verlagerung einer Firma handelt und der von ihr ausgehende Verkehr ohnehin bereits auf der Straße ist, haben wir die Bebauung des Grundstücks unter diesem Aspekt genehmigt“, erklärt Nadia Leihs, Sprecherin von Straßen-NRW.

„Erst A445 kann für Entlastung sorgen“

Die Stadt Hamm stellte zudem in Aussicht, dass die für 2023 angekündigte Ertüchtigung der Bundesstraße B63 und der Autobahnanschlussstellen die Verkehrssituation dort verbessern werde. Hier möchte Leihs die Erwartungen aber nicht zu hoch schrauben. Die Fahrspuren zu den Auffahrten würden zwar erweitert und auch die neue, moderne Ampelanlage werde für einen geringfügig besseren Verkehrsfluss sorgen, „doch die ganz große Entspannung wird es aufgrund der hohen Verkehrszahlen nicht geben“, so Leihs. „Hier wird erst der Bau der Autobahn A445 für Entlastung sorgen können.“

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