Landwirte aus dem Kreis Soest wollen Kürzungen nicht hinnehmen

Bauern planen für Montag eine Trecker-Demo auf der B1

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Die Bauern aus dem Kreis Soest wollen am Montag eine Treckersternfahrt zur B1 unternehmen.
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Die Bundesregierung will geplante Kürzungen für die Landwirte zwar teilweise zurücknehmen. Die Steuerbefreiung für landwirtschaftliche Kraftfahrzeuge soll demnach bleiben, die Subventionierung von Agrardiesel soll schrittweise gesenkt werden. Die Landwirte aus dem Kreis Soest wollen jedoch an ihren Demonstrationen festhalten.

Kreis Soest – Diese Zugeständnisse seien ein Schritt in die richtige Richtung. Für den Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband (WLV) reichten sie aber nicht, deshalb bleibe es bei den angekündigten Protesten. In allen Teilen Westfalen-Lippes sollen von Montag, 8. Januar, bis Montag, 15. Januar, mehr als hundert Aktionen stattfinden, um Bevölkerung und Politik darüber zu informieren, dass der Erhalt einer wettbewerbsfähigen Landwirtschaft wichtig sei.

Im Kreis Soest ist eine Aktion am 8. Januar vorgesehen. Zugleich wird um Verständnis gebeten, wenn es durch die Bauerndemo am Montag zu Beeinträchtigungen im Straßenverkehr kommt. Den Landwirten aus Westfalen-Lippe gehe es ausdrücklich um die Sache, wird WLV-Präsident Hubertus Beringmeier in einer Pressemitteilung zitiert.

Die Planungen im Kreis Soest sehen eine Treckersternfahrt aus dem gesamten Gebiet der Kreisverbände Soest und Ruhr-Lippe zur Fahrt auf der B1 von Geseke bis Unna vor. In allen Ortsverbänden treffen sich die Landwirte daher, um gemeinsam zu entsprechenden Sammelpunkten in der Nähe der B1 zu fahren. Ansprechpartner sind die Ortsverbandsvorsitzenden.

Die Sammelpunkte, wo die Treffen ab zirka 10.45 Uhr geplant sind, liegen in regelmäßigen Abständen entlang der B1. Sobald es von der Polizei „grünes Licht“ gibt, sollen die Treffpunkte bekannt gegeben werden. Von den Treffpunkten geht es dann weiter zur B1 zur Fahrt zwischen Unna und Geseke. Es besteht auch die Möglichkeit, sich von anderen Zufahrten in den Konvoi einzugliedern oder auch nur Teilstrecken zu fahren.

Sympathie der Bürger erhalten

Auf der entsprechenden Internetseite bekräftigte der WLV-Kreisverband Soest zudem die Forderungen: „Wir demonstrieren gegen die Streichung der Agrardieselvergütung und für eine Agrarpolitik mit Fachverstand.“ Weiter hieß es dort: „Nach den vielen unpraktikablen Auflagen, Kürzungen und Angriffen auf die Landwirtschaft der letzten Jahre sollen wir Bauernfamilien jetzt auch noch die Fehlplanungen im Bundeshaushalt auslöffeln. Das ist einfach zu viel. Wir demonstrieren und wollen so auf uns aufmerksam machen. Aber wir wollen die Sympathie unserer Mitbürger erhalten.“

Die Sympathie der Bevölkerung dürfe aber nicht durch radikale Aktionen und Blockaden aufs Spiel gesetzt werden, Ziel der Aktionen sei vielmehr die Politik. Deshalb hatte der Kreisverband auf der Internetseite vor Bekanntwerden der jetzt beschlossenen Rücknahme durch die Ampel betont: „Sollten die Proteste und Aktionen in der Woche ab dem 8. Januar nicht erfolgreich sein, werden wir aus dem Kreis Soest mit einem Bus zur Demo des DBV in Berlin am 15. Januar fahren.“

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