VonMarkus Hannekenschließen
[Update] Bei einem verhängnisvollen Vorfall in einem Pflegeheim in Hamm ist ein Bewohner in seinem Rollstuhl beinahe verbrannt. Er schwebt in akuter Lebensgefahr und wird in einer Spezialklinik behandelt.
Hamm/Bochum - Ein am Sonntagmittag, 2. April, bei einem Feuer im Perthes-Haus in Hamm schwerst verletzter behinderte Mann wird im Universitätsklinikum Bergmannsheil in Bochum behandelt. In die auf extreme Verbrennungen spezialisierte Unfallklinik war der 62-Jährige geflogen worden, nachdem er in Hammer Krankenhäusern nicht ausreichend versorgt werden konnte.
Sein Gesundheitszustand ist äußerst kritisch: „Der Mann schwebt nach wie vor in akuter Lebensgefahr“, gab Polizeisprecherin Hannah Reineke am Dienstag entsprechende Informationen der Klinik weiter.
Der Rollstuhl mit dem darin sitzenden Mann, der nicht selbstständig aufstehen konnte, war auf einem Balkon der Einrichtung in Brand geraten. Wie es konkret dazu kommen konnte, ist weiterhin nicht bekannt beziehungsweise kommuniziert. Reineke sprach am Dienstag immerhin von einem „Umgang mit einem glimmenden Teil“; in der Regel geht es dabei um eine Zigarette. Hinweise auf Fremdverschulden oder gar eine mögliche Straftat gebe es nicht. Die Ermittlungen laufen.
Ein Gespräch mit dem Geschädigten steht noch aus, jedoch ist unklar, wann er überhaupt wieder ansprechbar sein wird.
Ein Angestellter des Hauses hatte den brennenden Mann mit einem Feuerlöscher löschen können und so mutmaßlich seinen unmittelbaren Tod vermieden.
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