Engagierter Kopf der Gemeinde

Bestürzung in Bönen über den Tod von Grünen-Ratsherr Friedhelm Lange

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Friedhelm Lange bei der Demo gegen Rechts im Februar. Mit einer sehr persönlichen Schilderung aus seiner Kindheit machte er seine demokratischen Überzeugungen deutlich.
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Die Gemeinde Bönen hat einen ihrer engagiertesten Streiter für das demokratische Miteinander der Gesellschaft und für den Schutz der Natur verloren. Grünen-Ratsherr Friedhelm Lange ist tot.

Bönen – Wenn es um die Sache ging, dann hat er gestritten – beharrlich, klug, immer kompromissbereit und auf der Suche nach einer Lösung. Friedhelm Lange war ein Demokrat im besten Sinn, tolerant, offen und ehrlich. Am Donnerstag ist der langjährige Ratsherr und Fraktionssprecher von Bündnis 90/Die Grünen in Bönen völlig unerwartet gestorben. Er wurde 69 Jahre alt, hinterlässt seine Frau und zwei Töchter.

Bestürzung über Parteigrenzen hinweg

Langes Tod hat über alle Parteigrenzen hinweg große Bestürzung ausgelöst. Bürgermeister Stephan Rotering sagte am Freitag, dass er mit Friedhelm Lange nicht nur einen hochgeschätzten politischen Weggefährten verloren habe, sondern vor allem einen Freund.

In der Pfalz geboren, in Bönen daheim

Der gebürtige Pfälzer hat in Bönen eine Heimat gefunden. Weil der Vater zweier inzwischen erwachsener Töchter immer an eine Zukunft geglaubt hat und ihm Umwelt- und Klimaschutz am Herzen lag, wurde er Mitglied der Bönener Grünen. Mehr als 20 Jahre lang saß er für die Fraktion im Gemeinderat, seit 2008 war er Vorsitzender der Grünen-Fraktion. Zuletzt war der Pädagoge Vorsitzender des Fachausschusses Familie, Sport und Kultur.

Einsatz auf den verschiedensten Ebenen

In zahlreichen Gremien, etwa als Vertreter der VHS-Zweckverbandsversammlung, des Gesamtvorstandes der Naturförderungsgesellschaft Kreis Unna und der Mitgliederversammlung des Städte- und Gemeindebundes NRW, vertrat er die Interessen seiner Partei, vor allem aber die der Bönener. Immer mit einem realistischen Blick auf die Dinge und einem gesunden Pragmatismus engagierte er sich außerordentlich für seine Gemeinde, für seine Mitmenschen. Und da spielte die Herkunft keine Rolle. Toleranz, Vielfalt, Integration – dafür hat er gestanden. Das Miteinander hatte für den Sonderpädagogen im Ruhestand einen hohen Stellenwert. Ein Gespräch – auch ein kontroverses – hat er nie gescheut.

„You’ll never walk alone“

Neben seiner politischen Arbeit gehörte Friedhelm Lange unter anderem zum ehrenamtlichen Fahrerteam des Bürgerbusvereins, zur Steuerungsgruppe Fairtrade Town und organisierte Jahr für Jahr den Krötenschutz im Ort. Er hinterlässt politisch, und noch viel mehr menschlich, an vielen Stellen eine große Lücke. Vielleicht tröstet da die Hymne, die der begeisterte Fußballfan so gerne zu vorgerückter Stunde angestimmt hat. „You’ll never walk alone“ – „Du wirst nie alleine gehen.“ Friedhelm Lange ist bei vielen mitgegangen.  

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