- VonFrank Osiewaczschließen
Bessere Verbindung von der Mitte bis in den Süden: Es gibt grünes Licht zur Verbesserung des Radwegenetzes.
Hamm – Die Bezirksvertretung Mitte hat dem Ausbau der Hauptfahrradrouten nach Rhynern und Westtünnen zugestimmt und dem Aussschuss für Stadtentwicklung, Wohnen und Mobilität (20. September) als Beschlussorgan empfohlen. Der Ausbau ist Teil des Radwege-Bauprogramms, nach dem bis 2030 alle elf Hauptrouten in die Bezirke ausgebaut sein sollen.
AfD sieht Radverkehr nicht vorrangig
Bis auf den Vertreter der AfD begrüßten alle Fraktionen die Vorlage der Verwaltung. AfDler Pierre Jung hielt es „in Zeiten wie diesen“ für „unangemessen“, dem Radverkehr Vorrang vor dem Autoverkehr zu geben. Wolfgang Ruthe (Grüne) machte dagegen klar, gerade jetzt sei es wichtig und richtig, den Radverkehr als alternative Form der Mobilität zum Auto zu fördern, auch für diejenigen, die sich kein Auto leisten könnten.
Radverkehr: Promenade wird überplant
Bis 2025 sollen ausgehend von der Fahrrad-Promenade alle Hauptrouten überplant sein. Den Auftakt machte die Fahrradpromenade selbst, wo erste Maßnahmen bereits umgesetzt sind. Gleiches gilt für die Hauptroute nach Uentrop und Braam-Ostwennemar, deren Ausbau-Beschluss in der Umsetzung ist.
Mit dem Grundsatzbeschluss ist der Weg frei für besseres Radfahren von und nach Westtünnen und Rhynern. Auf der Hauptroute nach Rhynern soll unter anderem die Grünstraße von der Innenstadt bis Berge zur Fahrradstraße werden. Nachdem zwischen Feidikstraße und Alleestraße bereits eine durch roten Belag gekennzeichnete Fahrradstraße entstanden ist, soll diese nun ab der Alleestraße bis zum Radweg neben der RLG-Trasse fortgeführt werden. Ferner soll an der Kreuzung Werler Straße/Dr.-Loeb-Caldenhof-Straße/Ostdorfstraße die Wegeführung und Ampelsteuerung zugunsten von Radfahrern verbessert werden. Geprüft werden soll, ob der Fuß- und Radweg über die ehemalige Bahntrasse verbreitert werden kann.
Für die Hauptroute nach Westtünnen ist unter anderem vorgesehen, als Anschluss an die Fahrradpromenade den Otto-Krafft-Platz und die Brückenstraße als Fahrradstraßen auszuweisen und eine bessere Anbindung an den Rothebach zu schaffen, unter anderem über den Umbau der Ampelanlage zur Stiftstraße hin mit Radfahrererkennung. Ebenso vorgesehen ist eine Verbreiterung des Geh- und Radweges entlang der RLG-Trasse. Nicht zuletzt soll der Anschluss zum künftigen Bahn-Haltepunkt Westtünnen sichergestellt werden. Falls möglich, sollen Landesmittel akquiriert werden.