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Und plötzlich war es wieder kalt: Eisiger Ostwind bringt Bibber-Wetter nach NRW. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Frost – örtlich sogar bis -13 Grad.
Hamm - Der Winter ist nach Nordrhein-Westfalen zurückgekehrt – zumindest die Kälte ist wieder da. Während die Temperaturen bereits am Samstag deutlich abfielen, schaffen sie es am Sonntag, 7. Januar, mancherorts nicht einmal mehr über den Gefrierpunkt. Dazu schneit es hin und wieder und örtlich muss mit Glätte gerechnet werden. Das Wetter bleibt zunächst frostig – und der eisige Ostwind wird wohl dafür sorgen, dass es sich noch einmal deutlich kälter anfühlt.
Strenger Frost, Schnee und Glätte: Eisiger Ostwind bringt Bibber-Wetter nach NRW
Ob man die Kälte mag oder nicht: Es wird wohl jeden freuen, dass mit dem aktuellen Wintereinbruch der Dauerregen ein Ende findet. Und es soll in der neuen Woche ab dem 8. Januar in NRW nicht nur trocken bleiben, sondern sogar richtig sonnig werden. Laut dem Diplom-Meteorologen Dominik Jung von wetter.net muss mit viel Sonnenschein gerechnet werden. Das bestätigt auch die Prognose vom Deutschen Wetterdienst (DWD), in der höchstens von ein paar Schneeflocken die Rede ist.
Temperaturen zwischen -9 im Bergland und maximal 1 bis 2 Grad im Rest von NRW werden in den kommenden Tagen tagsüber erwartet. Dazu weht ein eisiger Ostwind, der laut Dominik Jung vermutlich dafür sorgen wird, dass sich die Temperaturen noch einmal deutlich kälter anfühlen werden.
Vor allem in den Nächten wird es teils bitterkalt in NRW. Laut DWD muss im Bergland mit strengem Frost bis -13 Grad gerechnet werden. In den restlichen Regionen sinken die Temperaturen nachts auf -5 bis -10 Grad. Autofahrer sollten sich darauf gefasst machen, dass ihre Scheiben gut eingefroren sein werden. Vor allem festgefrorene Scheibenwischer sind ein großes Ärgernis – der ADAC warnt aber vor einem beliebten Trick gegen das Festfrieren.
In der Nacht zu Montag, 8. Januar, muss vereinzelt mit Schneefalls gerechnet werden. Dann kann es bei Temperaturen deutlich unter dem Gefrierpunkt auch glatt werden auf den Straßen.
Temperaturen tagsüber
- Montag, 8. Januar: -4 Grad und -1 Grad; im Bergland -9 bis -5 Grad
- Dienstag, 9. Januar: -3 bis 0 Grad; im Bergland -6 bis -3 Grad
- Mittwoch, 10. Januar: -4 bis 0 Grad; nur entlang des Rheins bis maximal 2 Grad
Temperaturen nachts
- Nacht zu Dienstag, 9. Januar: -10 bis -6 Grad; im Bergland bis -12 Grad
- Nacht zu Mittwoch, 10. Januar: -9 bis -5 Grad; im Bergland bis -13 Grad
- Nacht zu Donnerstag, 11. Januar: -10 bis -5 Grad; im Bergland bis - 12 Grad
Bibber-Wetter in NRW: Noch bleibt der große Schnee-Einbruch aus
Auch wenn es etwa im Sauerland bereits in der Nacht zu Sonntag etwas geschneit hat, können die Menschen in NRW nicht mit dem großen Wintereinbruch mit Schnee rechnen, den etwa der Norden und Süden von Deutschland erwartet. „Für verschneite Winterlandschaften wird es im Westen noch nicht reichen“, muss Dominik Jung die Schneefans in NRW leider enttäuschen.
Immerhin: Für die Skigebiete im Sauerland bedeutet die Kälte, dass wieder Schnee produziert werden kann. „Die angekündigten tiefkalten Temperaturen müssen wir nutzen, um wieder eine dicke Schneeschicht herzustellen, die dann hoffentlich den Rest der Saison sicherstellt“, erklärt das Skiliftkarussell Winterberg. Es werde allerdings noch etwas dauern, bis letztlich alle Pisten und Lifte geöffnet werden können.
Gespannt blickt Dominik Jung auf die Wetterprognosen ab der dritten Januarwoche. Stand jetzt (7. Januar) könnte es dann so richtig Schnee geben – auch in NRW. Allerdings seien die Vorhersagen noch recht unsicher, gibt der Meteorologe zu Bedenken.
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