„Weiße Überraschung bis in tiefe Lagen“: Eisige Polarluft bringt Wintereinbruch in NRW
VonHannah Decke
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Polarluft könnte vor Weihnachten für einen Wintereinbruch in NRW sorgen. Möglich ist eine „weiße Überraschung bis in tiefe Lagen“. Grund ist ein seltenes Wetter-Phänomen.
Hamm - Zwischen dem 2. und 3. Advent bahnt sich eine Kältewelle in Deutschland an. Aufgrund einer seltenen Blockadelage könnte eisige Polarluft den Weg nach Mitteleuropa finden. Es wäre „der Wintereinbruch des Jahres“, sagt Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net. In NRW könnte es in einigen Regionen richtig weiß werden – und ziemlich kalt.
Wintereinbruch in NRW: Eisige Polarluft bringt Temperatursturz, „wie es ihn zuletzt 2010 gab“
Grund sei eine seltene Blockadelage, wie Dominik Jung bei IPPEN.MEDIA erklärt. Ein Hochdruckgebiet über Skandinavien blockiere milde Atlantikluft, wodurch eisige Polarluft den Weg nach Mitteleuropa finde. Dies hätte einen plötzlichen Temperatursturz zur Folge, „wie es ihn zuletzt 2010 gab“, so der Meteorologe.
So wird es am Samstag, 7. Dezember, noch einmal richtig mild. In NRW sind laut aktueller Prognose (Stand 3.12.) um die 12 Grad und kräftiger Regen zu erwarten, bevor in der Nacht zum 2. Advent die polare Kaltluft heranströmt. Am Samstagabend, so Jung in seinem neusten Wettervideo, ziehe über den Norden von Deutschland ein größeres Sturmfeld. Die Ausläufer reichen bis nach NRW. „Das wäre die Wetterwende“, sagt der Meteorologe.
Eisige Polarluft bringt Wintereinbruch in NRW: „Weiße Überraschung bis in tiefe Lagen“
Am 2. Advent soll es dann „gut 10 Grad kühler“ werden als am Tag zuvor. Die Schneefallgrenze würde sinken. Für Montag, 9. Dezember, bedeutet dies laut Jung: nasskaltes Schmuddelwetter unterhalb von 200 Metern, kräftige Schneeschauer oberhalb von 300 bis 400 Metern. „Da wird's richtig weiß, laut aktueller Prognose.“
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Am Dienstag, 10. Dezember, würden dann kalte Höhenluftmassen Deutschland fluten. Laut Dominik Jung wären dann etwa im Sauerland 10 bis 15 Zentimeter Neuschnee möglich. „Ganz unten“ müssten sich die Menschen eher auf Schmuddelwetter einstellen. „Aber auch in tiefen Lagen kann es mal kurzzeitig die eine oder andere weiße Überraschung geben.“ Vor allem in den Nächten, so Jung. Bei der Nacht von Dienstag auf Mittwoch spricht Jung dann von einem „Kältehammer“, der jedoch vor allem dem Süden Deutschlands eisig kalte Nächte bringen werde. Doch auch etwa im Sauerland könnte es bitterkalt werden, mit Temperaturen bis zu -10 Grad.
Laut Dominik Jung scheint es „relativ sicher“ zu sein, dass der Wintereinbruch zwischen mit 2. und 3. Advent kommt. Jedoch seien sich die Wettermodelle noch nicht einige, wie lang das winterliche Wetter anhalte werde. „Das ist alles noch offen.“