Was dem Täter bevorsteht

Blutiger Amoklauf an HSHL: Prozessbeginn steht fest

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Großeinsatz nach der Messer-Attacke an der HSHL in Hamm im Juni 2022.
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Nach der blutigen Amoktat an der HSHL in Hamm mit einer Toten wird sich der Täter bald vor Gericht verantworten müssen. Der Termin für den ersten Prozesstag wurde jetzt bekannt.

Hamm - Dem mutmaßlichen Amoktäter, der am 10. Juni 2022 auf dem Gelände der Hochschule Hamm-Lippstadt (HSHL) an der Marker Allee eine 30-jährige Lehrbeauftragte erstach und weitere drei Studenten mit Messern teils erheblich verletzte, wird ab dem 8. Dezember vor dem Dortmunder Landgericht der Prozess gemacht. Das bestätigte eine Gerichtssprecherin auf WA-Anfrage.

In dem Verfahren geht es darum, die dauerhafte Unterbringung des Mannes in einer forensisch-psychiatrischen Klinik zu erwirken. Auch die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der 34-Jährige aufgrund einer psychischen Erkrankung nicht schuldfähig gewesen ist. Deshalb wird gegen ihn kein herkömmlicher Mordprozess geführt, sondern ein sogenanntes Sicherungsverfahren mit dem Ziel der dauerhaften Unterbringung in einer Forensik. Seit dem 10. Juni befindet er sich in einer solchen.

Acht Sitzungstermine wurden zunächst vor dem Schwurgericht veranschlagt.

Erst am 19. Oktober gab es an einer Schule einen weiteren Amokalarm in Alarm. Zum Glück stellte sich dieser als falscher Alarm heraus; schnell kehrte somit dort wieder Ruhe ein.

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