Steigende Kosten

Bönener produzieren weniger Hausmüll - Müllabfuhr wird 2024 trotzdem teurer

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Die Abfuhr des Hausmülls wird in der Gemeinde ab Januar 2024 um 2,2 Prozent teurer.
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Landesweit und auch in Bönen produzieren die Bürger zwar etwas weniger Hausmüll, trotz des positiven Trends wird die Müllabfuhr in der Gemeinde ab Januar 2024 aber teurer. Das liegt zum einen an den höheren Kosten für Abfuhr und Beseitigung auf der einen Seite, und daran, dass zum Beispiel die Erlöse für Altpapier zurückgehen.

Bönen – Die gute Nachricht: 2022 haben die Menschen in NRW 9,2 Prozent weniger Abfall produziert – der niedrigste Wert seit über 15 Jahren. Statistisch hat jeder Bürger 441 Kilo Abfall entsorgt. Die schlechte Nachricht: Spitzenreiter ist der Kreis Unna mit 562,5 Kilo Müll pro Kopf. Auch in Bönen verringerten sich die Müllmengen gegenüber dem Spitzenjahr 2021. Billiger wird’s deshalb aber nicht. Für 2024 müssen die Bürger für die Müllentsorgung tiefer in die Tasche greifen.

Im Schnitt 2,5 Prozent teurer

Steigende Kosten machten es notwendig, die Gebühren um 2,2 Prozent für Restmüll und 2,7 Prozent für Biomüll gegenüber 2023 anzuheben. Im Haupt- und Finanzausschuss am Donnerstag stellte die Gemeinde die Kalkulation der Abfallbeseitigungsgebühren für das kommende Jahr vor.

Ausgehend von einer Abfallmenge von 6894 Tonnen belaufen sich demnach die auf Gebühren umzulegenden Gesamtkosten für 2024 auf rund 2,0 Millionen Euro. 2023 geht die Kalkulation bei 6873 Tonnen von Kosten in Höhe von 1,95 Millionen Euro aus. Die Betriebsabrechnung für 2022 erbrachte bei einer Abfallmenge von 6895 Tonnen Kosten in Höhe von 1,65 Millionen Euro.

Restmüll

Kostete ein 80-Liter-Gefäß für Restmüll bei 14-tägiger Abholung 2022 211,20 Euro, stiegen die Kosten 2023 auf 222,48 Euro. Im kommenden Jahr werden die Bönener Bürger dafür 229,68 Euro auf der Jahresrechnung finden.

Bei einer Behälterzahl von 6372 Stück (Vorjahr 6425) veranschlagt die Gemeinde für das kommende Jahr ein Gesamtvolumen von 15 256 Kubikmetern (Vorjahr: 15 404 Kubikmeter). Das entspricht einem geringfügigen Rückgang in Höhe von 0,96 Prozent. Der Ansatz für das Jahr 2024 geht beim Restmüll von einem etwas verminderten Verbrauch von 2670 Tonnen aus. gegenüber 2680 Tonnen im Jahr 2023.

Auf der einen Seite steht eine geringere Vergütung von Altpapier (-61 400 Euro), weil die Abfallmengen hier signifikant zurückgehen, zur Refinanzierung zur Verfügung, das entspricht einem Rückgang um rund 50 Prozent von 123,46 Euro auf 62,13 Euro pro Tonne. Hinzu kommen um 12 Prozent höhere Entsorgungskosten bei den Kreisabfallgebühren (+53 000 Euro) und höhere Leistungsbereitstellungkosten (+19 100 Euro). Das kann andererseits durch geringere Kosten im Bereich Sammeln und Transport, Systemkosten Entgelt Wertstoffhof sowie einem gebührenmindernden Auflösungsbetrag nicht kompensiert werden.

Bioabfall

Beim Bioabfall geht die Gemeinde von einer geringen Steigerung der Abfallmengen aus von 1340 Tonnen im Jahr 2023 auf 1430 Tonnen im kommenden Jahr. Die Kreisabfallgebühren für die Entsorgungskosten beim Biomüll verringern sich um 3,3 Prozent von 104,89 Euro pro Tonne auf 101,47 Euro im kommenden Jahr. Die Schätzung ergibt bei einer Behälterzahl von 4366 (Vorjahr 4365) ein Gesamtvolumen von 9071 Kubikmetern (Vorjahr 9087 Kubikmeter).

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