VonMaximilian Gangschließen
Der größte Escape Room Europas ist über 1.600 Quadratmeter groß – und befindet sich in NRW. In Bottrop warten zahlreiche Rätsel.
Bottrop – In den vergangenen Jahren erfreuten sich Escape Rooms zunehmender Beliebtheit. Dort müssen Besucherinnen und Besucher knifflige Rätsel lösen und Hinweise sammeln, um so aus dem versperrten Raum zu entkommen. Dabei nutzen die Betreiber die verschiedensten Themenbereiche für ihre Spiele: Beispielsweise eröffnet in Remscheid am 14. Oktober ein Escape Room, der sich in einer nachgebauten S-Bahn befindet. Im größten Escape Room Europas in NRW geht es für Besucher zurück in die „goldenen Zwanziger“.
| Exploria in der Eloria Erlebnisfabrik | |
| Adresse | Knappenstraße 36, 46238 Bottrop |
| Öffnungszeiten | Mittwoch, Donnerstag, Sonntag: 14 bis 22 Uhr; Freitag, Samstag: 14 bis 23 Uhr |
| Telefon | 02041 5670 666 |
| mail@eloria.de |
Größter Escape Room Europas in NRW: 1.600 Quadratmeter im Stil der „Goldenen Zwanziger“
Über 1.600 Quadratmeter ist der Escape Room „Exploria“ in der Eloria Erlebnisfabrik in Bottrop groß. Das macht die Attraktion im Ruhrgebiet zur größten ihrer Art auf dem gesamten Kontinent. Eine Kulisse im Stil der 1920er-Jahre und Schauspieler sollen Besucherinnen und Besucher in längst vergangene Zeiten entführen. Wenn man es genau nimmt, passt die Bezeichnung Escape Room allerdings nur bedingt, wie die Betreiber schreiben: Viel mehr handele es sich bei der im Mai 2022 eröffneten Attraktion um eine „Escape Town“, also eine ganze Stadt.
Bis zu 300 Menschen können gleichzeitig in dem Escape Room in Bottrop rätseln und tüfteln. Die Betreiber versprechen spannende Geschichten und knifflige Rätsel, verpackt in einem „echten Leben“, das man dort nachspielen kann: Besucher erledigen Aufgaben für die „ansässigen Bewohner“, laufen durch die Straßen der Stadt, können in der integrierten Boutique shoppen oder auch in einer „geheimen Bar“ feiern. „Dadurch bekommt das Escape Game einen hohen Immersionsgrad, man taucht also ohne Verbindung zur bekannten Umwelt komplett in diese Welt ein“, so Eloria.
Mit oder ohne Mission: Größter Escape Room Europas in NRW bietet verschiedenen Spielmodi
Die Besucher haben im „Exploria“ die Möglichkeit, das Spiel mit einer vorher definierten Mission zu spielen, wie es in einem klassischen Escape Room üblich ist. Man kann jedoch auch darauf verzichten. „Man schlüpft in eine Rolle, wird aktiv Teil des Lebens der goldenen Zwanziger und kann nach Lust und Laune alle Geheimnisse entdecken und die Stadt, samt ihrer Bewohner, kennenlernen“. Welcher Aktivität man dort nachgeht, liegt ganz bei den Besuchern. Zudem wird dort der Spielstand „gespeichert“, man kann also beim nächsten Besuch da weiter machen, wo man zuvor aufgehört hat.
Je nachdem, wie man sich entscheidet, kann man für „Exploria“ verschiedene Tickets erwerben. Mit dem Zeitticket liegt es in der Hand der Besucher, welchen Aktivitäten nachgegangen wird. „Verfolge verschiedene Quest, verdiene dir Geld oder lasse dich von spannenden Geschichten mitreißen“, schreibt Eloria. Wer lieber einer festgelegten Mission nachgehen will, kann sich eines der verschiedenen Missionstickets kaufen. Die verschiedenen Modi sind dabei in der Dauer, der Schwierigkeit und der Thematik unterschiedlich. Zwischen drei und zwölf Personen können pro Gruppe miträtseln.
Wegen Corona-Pandemie: Aus dem Grusellabyrinth NRW wurde 2021 die Eloria Erlebnisfabrik
Neben „Exploria“ bietet die Eloria Erlebnisfabrik in Bottrop acht weitere Attraktionen, darunter auch ein Escape Room im Dunkeln und verschiedene Outdoor Escape Rooms. Regelmäßig finden zudem die regelmäßigen „Exploria LARPs“ (Live Action Role Playing) statt, also Rollenspiele, die über ein ganzes Wochenende stattfinden. Dafür ist die Teilnahme an den dafür stattfindenden Workshops obligatorisch. Wer das nachgestellte Nachtleben der zwanziger Jahre erleben will, für den könnte auch die „Exploria Party“ interessant sein, der nächste Termin ist für den 2. Dezember 2023 angesetzt.
Noch bis 2021 befand auf dem Zechengelände im Süden von Bottrop noch das Grusellabyrinth NRW. Doch im Zuge der Corona-Pandemie erlebte der Erlebnisbetrieb einen „finanziellen und wirtschaftlichen Zusammenbruch“, wie die Betreiber schreiben. Ein Neuaufbau sei deshalb zwingend nötig gewesen. Genau andersherum lief es bei Holger Kürpick: Der 47-Jährige konnte während der Pandemie sein Hobby nicht mehr nachgehen: und holte sich den Rätselspaß kurzerhand zu sich nach Hause. Insgesamt drei Zimmer eines Zweifamilienhauses hat der Welver in Escape Rooms verwandelt. (mg)
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