Bundestagswahl

Briefwahl sichert CDU den Wahlsieg: Altena kippt nach rechts

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Eine Besonderheit gab es für die Wählerinnen und Wähler am Drescheider Berg: Sie konnten nicht den üblichen Wahlraum in der ehemaligen Schule benutzen, sondern wurden umgeleitet in den evangelischen Kindergarten. Dort konnten die Stimmen zwischen Kletterwand und Spielzeug abgegeben werden.
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Das schien zunächst ganz knapp für die CDU: Nachdem die 16 Stimmbezirke in Altena ausgezählt waren, war die AfD mit 30 Prozent der Zweitstimmen die stärkste Kraft in der Burgstadt, die CDU war bis dahin nur auf knapp 28 Prozent der Stimmen gekommen. Den Wahlausgang beeinflussten letztlich entscheidend die Menschen, die bereits vor dem 23. Februar ihre Stimmen abgegeben hatten.

In allen sechs Briefwahlbezirken mit knapp 4000 Stimmabgaben konnte die CDU deutlich bessere Ergebnisse als die AfD einfahren, was letztlich der CDU einen einigermaßen großen Vorsprung vor der AfD brachte.

Endergebnis erst um 21.15 Uhr

Das Endergebnis stand erst spät fest, um 21.15 Uhr waren alle Stimmen ausgezählt, was an der hohen Beteiligung bei der Briefwahl lag. Letztlich ging es für die CDU noch gut aus, sie holte 30,48 Prozent der Zweitstimmen, die Altenaerinnen und Altenaer wählten den Wahlkreiskandidaten Paul Ziemiak mit überdeutlichen 34,94 der Erststimmen vor Bettina Lugk von der SPD mit 24,48 Prozent der Stimmen. Die AfD wurde zweitstärkste Kraft in der Burgstadt und kam auf 23,9 Prozent der Stimmen. AfD-Wahlkreiskandidat Grudda wurde mit 23,3 Prozent der Erststimmen auf den dritten Platz gewählt. Die Grüne Marjan Eggers kam auf 6,4 Prozent der Stimmen, genauso viele wie Jana Norina Finke von den Linken.

Die SPD verlor in Altena gewaltig. War sie 2021 noch auf 32,1 Prozent der Stimmen gekommen und hatte die CDU mit 26,33 Prozent hinter sich gelassen (damals hatte Altena rot gewählt) kam sie bei der Wahl am Sonntag so gerade eben über die 20-Prozent-Marke, auf genau nur noch 20,04 Prozent der Zweitstimmen.

Auch die Grünen mussten bluten und schafften mit 7,2 Prozent der Stimmen ein deutlich schlechteres Ergebnis als vor vier Jahren, damals kamen sie auf knapp 10 Prozent. Die Linken holten in der Burgstadt gute 6,43 Prozent, das BSW kam auf 4,19 Prozent, die FDP auf 3,64 Prozent.

Die Wahlbeteiligung lag bei 78,56 Prozent. Tanja Jäker, die für die Stadt die Wahl im Rathaus organisiert hatte, war mit dem Ablauf zufrieden und freute sich über die hohe Wahlbeteiligung.

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