VonThanh Nguyenschließen
Kovac und Flick: Im UEFA Champions-League-Viertelfinale zwischen Dortmund und Barcelona steht ein spezielles Treffen zweier Trainerkollegen an.
Barcelona – Wenn Borussia Dortmund im Champions-League-Viertelfinale auf den FC Barcelona (im Live-Ticker ; alle TV-Infos hier) trifft, geht’s nicht nur um Taktik und Titelchancen – es geht auch um ein ganz persönliches Wiedersehen: Niko Kovac und Hansi Flick standen einst gemeinsam an der Seitenlinie des FC Bayern, nun begegnen sie sich als Cheftrainer auf Augenhöhe.
Vom FC Bayern zur Königsklasse – alte Bekannte treffen sich wieder
2018 holte Kovac den damaligen DFB-Mann Flick als Co-Trainer nach München. Ihre Zusammenarbeit beim Rekordmeister war zwar kurz, aber intensiv – und sie hat Spuren hinterlassen. Nun, ein paar Jahre und Karriereschritte später, begegnen sich die beiden wieder – in der Königsklasse.
Für Flick ist es ein besonderes Duell. „Das ist eine Sache, über die ich mir viele Gedanken mache“, sagte er mit Blick auf das Spiel. „Das, was ich von Niko weiß, hilft uns – oder auch nicht“, fügte er mit einem Grinsen hinzu.
Flick: „Ich schätze Niko sehr – ein fantastischer Mensch“
Trotz sportlicher Rivalität: Der gegenseitige Respekt ist geblieben. „Ich schätze Niko sehr, er ist ein fantastischer Mensch, ein großer Trainer“, so Flick weiter.
Gleichzeitig warnt er vor Dortmunds aktueller Stärke: „Es wird schwer, Dortmund spielt gerade sehr stabil, mit viel Selbstvertrauen. Sie stehen zurecht im Viertelfinale. Sie haben ihre Stärken in der Offensive. Wir müssen schauen, dass wir ihre Offensive im Griff haben.“
Der FC Barcelona ist unter Flick 2025 noch ungeschlagen – und das soll sich nicht ändern. „Wir haben diese Runde erreicht, um weiterzukommen – und nicht, um hier zu enden. Wir haben in diesem Jahr noch kein Spiel verloren, und diese Serie wollen wir fortsetzen.“
Dortmund unter Kovac: Kompakt, mutig, im Aufwind
Der BVB hat sich unter Kovac stabilisiert – defensiv diszipliniert, offensiv wieder mit klarer Idee. Spieler wie Emre Can, Julian Brandt oder Karim Adeyemi wirken wie befreit. Kovac hat der Mannschaft nicht nur Struktur, sondern auch neue Mentalität gegeben.
Nach dem überzeugenden Achtelfinale fährt Dortmund mit breiter Brust nach Barcelona – nicht als Außenseiter, sondern als ernsthafter Kandidat aufs Halbfinale.
Zwei Philosophien, ein Ziel: Das Halbfinale
Barcelonas Ballbesitzfußball trifft auf Dortmunder Umschaltspiel. Flicks feines Positionsspiel gegen Kovacs schnörkellose Effizienz. Zwei Trainer, die sich kennen, verstehen und nun gegeneinander taktieren. (tn)
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