Kanzlerkandidat der Union

CDU setzt auf Merz: Sauerland als Sprungbrett ins Kanzleramt

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Friedrich Merz ist Direktkandidat für den Bundestag im Hochsauerland – einer CDU-Hochburg. Ein Sieg in seinem „Heimspiel“ könnte den Weg ins Kanzleramt ebnen.

Schmallenberg – Er wurde bereits als Kanzlerkandidat der Union bestätigt. Doch der Weg zur Kanzlerschaft führt nur über ein Bundestagsmandat. Daher bewirbt sich Friedrich Merz im konservativen Hochsauerland.

CDU setzt auf Merz: Sauerland als Sprungbrett ins Kanzleramt

Merz wird im Februar bei den vorgezogenen Bundestagswahlen offiziell als Direktkandidat der CDU im Wahlkreis Hochsauerland, seiner Heimat, antreten. Eine überwältigende Mehrheit der Wahlkreisdelegiertenversammlung stimmte am Samstag für Merz. Der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion erhielt 266 Ja-Stimmen. Ein Mitglied der CDU stimmte gegen ihn, zwei enthielten sich. Es gab keinen Gegenkandidaten für den Wahlkreis 146.

Friedrich Merz spricht in der Stadthalle Schmallenberg im Hochsauerland vor seiner Nominierung.

In seiner Rede zur Kandidatur räumte Merz ein, dass er und die Welt sich bereits 2014 geirrt hätten. Schon damals begann der Krieg in der Ukraine. „Wenn wir uns nochmals irren, steht nicht nur unser Wohlstand, sondern auch unsere Freiheit und unser Bild der Demokratie auf dem Spiel“, betonte Merz. Sollte die nächste Regierung versagen, warnte der Kanzlerkandidat der Union, „werden 2029 die Populisten von links und rechts die Macht übernehmen.“ Dass Merz selbst auch oft der Vorwurf des Populismus begegnet, erwähnte er selbstredend mit keinem Wort.

Hochsauerland ist eine CDU-Hochburg – Heimspiel für Merz

Das Hochsauerland ist bekannt als eine CDU-Hochburg. Merz, der in selbst Arnsberg lebt und gebürtig aus Brilon stammt, trat nach seiner Rückkehr aus der Wirtschaft bereits 2021 als Direktkandidat für das Hochsauerland an, damals noch unter der Wahlkreisnummer 147. Er konnte sich mit 40,4 Prozent der Stimmen gegen den SPD-Kandidaten Dirk Wiese (32,2 Prozent) durchsetzen.

Am Sonntag plant der CDU-Landesvorstand, einen Vorschlag für die NRW-Landesliste mit Merz als Kandidat für die Bundestagswahl zu verabschieden. Die Abstimmung über die Liste findet am 14. Dezember in Essen durch die Landesvertreterversammlung statt. (maho/dpa)

Rubriklistenbild: © Christoph Reichwein/dpa

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