VonCedric Sporkertschließen
Hamm – Mit dem Rad jederzeit durch die mal mehr oder weniger belebte Fußgängerzone fahren? Die CDU hat beantragt, das möglich zu machen.
Hamm - „Viele Hammer sind tagtäglich mit dem Fahrrad mobil, auf dem Weg zur Arbeit und in der Freizeit, aber auch vielfach zum Einkaufen“, erklärt der CDU-Fraktionsvorsitzende Daniel Tümmers gemeinsam mit Ratsfrau Judith Schwienhorst. Aktuell ist die Fußgängerzone in Hamm für Fahrradfahrer tagsüber tabu. Absteigen und Schieben ist angesagt, die Polizei kontrolliert das auch immer wieder.
CDU: Gut für Radfahrer und den Einzelhandel
Aus Sicht der CDU ist die von ihr gewollte Öffnung der Fußgängerzone nicht für Radfahrer gut, sondern auch für den Einzelhandel. Das belegten viele wissenschaftliche Studien. „Zwar wird pro Einkauf weniger Geld ausgegeben, dafür suchen Radfahrer allerdings deutlich häufiger Geschäfte im Innenstadtbereich auf. Dies führt zu einer höheren Frequenz in den innerstädtischen Einkaufsbereichen“, lautet die Argumentation der Christdemokraten.
Der entscheidende Vorteil liege darin, dass die Geschäfte direkt angefahren werden könnten und keine Fußwege mehr anfielen. „Alles Gründe, endlich zu handeln“, erklärt Tümmers.
CDU wünscht sich Sonderregelung für den Marktplatz
Nach dem Willen der CDU-Fraktion soll die Fußgängerzone zwischen Oststraße und „Platz der Deutschen Einheit“ grundsätzlich für Radfahrer frei sein und nicht wie aktuell nur über Nacht von 20 bis 9 Uhr.
Für den Marktplatz sei jedoch eine Sonderregelung sinnvoll. Fahrräder sollen während der Marktzeiten dort ausschließlich geschoben werden dürfen.
Darüber hinaus will die CDU erreichen, dass neben den vorhandenen Abstellplätzen in den Eingangsbereichen auch innerhalb der Fußgängerzone Stationen geschaffen werden, um Räder sicher in der Nähe der Geschäfte abstellen zu können.
Die Ampelkoalition plant unterdessen ein Fahrradparkhaus in der Stadthausstraße.
Rubriklistenbild: © Reiner Mroß/Digitalbild

