Wahlwiederholung

Chancen zu gering: Griewel löst kein Ticket für den Bundestag

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Fabian Griewel Foto: Schrap
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Keine Auswirkungen hatte die Wiederholung der Bundestagswahl am Sonntag, 11. Februar, für Fabian Griewel. Der FDP-Vorsitzende im Kreis Soest konnte nicht nachträglich in den Bundestag einziehen.

Kreis Soest – „Ich hätte mich gefreut, aber die Wahrscheinlichkeit war nicht besonders hoch“, resümierte der Soester. Die FDP habe bei der Nachwahl ein wahnsinnig schlechtes Ergebnis erzielt, was eindeutig zeige, dass sich in der Politik etwas ändern müsse.

„Wir müssen wieder FDP pur zeigen und gleichzeitig eine ruhigere Regierungsarbeit nach außen hin zeigen“, sagte Griewel und betonte: „Wir müssen wieder Dinge durchsetzen, aber nicht im öffentlichen Streit.“ Es müsse wieder wirtschaftlicher Aufschwung einziehen. „Dafür wurden wir als FDP gewählt, deshalb müssen wir daran auch wieder deutlich stärker arbeiten“, blickt der Liberale nach vorn.

Bundestagswahl 2021: Einzug knapp verpasst

Durch die Wiederholung der Bundestagswahl in einigen Berliner Stimmbezirken hätte Griewel bei einem guten Abschneiden seiner Partei in den Bundestag nachrücken können. Er hatte bei der Bundestagswahl im Herbst 2021 den Einzug in den Bundestag knapp verpasst. Damals zog die NRW-Landesliste bis Platz 20, Griewel steht auf Platz 21.

Das Bundesverfassungsgericht hatte mit Urteil vom 19. Dezember 2023 die Wahl in 455 von 2256 Wahlbezirken für ungültig erklärt. Durch die annullierten Zweitstimmen verloren alle im Bundestag vertretenen Parteien, sofern sie in Berlin angetreten waren, insgesamt sieben Sitze, die sie jetzt bei der Wiederholungswahl neu erobern mussten.

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