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Es ist geschafft: Das Café de Wendel von Manuela Kapschak ist eröffnet. Für Hausherr Jürgen Tempelmann gab‘s eine besondere Überraschung von einem altgedienten Bergmann.
Pelkum/Herringen – Fast 35 Jahre hat er selbst auf Heinrich Robert gearbeitet, davon die letzten zehn Jahre als Betriebsratsvorsitzender. Am Donnerstagabend wurde Theo Rohrkamp, vom früheren Hammer OB Thomas Hunsteger-Petermann einst als „Stimme der Bergleute“ bezeichnet, die Ehre zuteil, dem neuen Hausherrn des CreativReviers Heinrich Robert in Hamm, Jürgen Tempelmann, symbolisch eine Grubenlampe zu überreichen. Gleichzeitig fand vor mehr als 100 geladenen Gästen die feierliche Eröffnung vom Café „de Wendel“ statt, das von Manuela Kapschak betrieben wird.
Deren Mann Ludger war es vorbehalten, einige Gäste besonders zu begrüßen. Neben Rohrkamp und OB Marc Herter war das vor allem Pelkums früherer Bezirksvorsteher Udo Schulte, der 2010 mit seinem damaligen Herringer Kollegen, Klaus Alewelt, beantragt hatte, wenigstens den Lichthof von Heinrich Robert zu erhalten und für kulturelle Veranstaltungen zu nutzen. Dass daraus so viel mehr werden würde, habe er sich nicht träumen lassen, so Schulte mit Blick auf die Dinge, die da noch kommen sollen – angefangen von Freizeitaktivitäten wie der Callengeroom „Gold Chamber“ über Veranstaltungs- und Eventhallen bis hin zu gastronomischen Nutzungen, einem Tanzstudio und einem Creativ-Hotel. „Das, was sich hier entwickelt, macht mich ein wenig stolz.“
CreativRevier: Dank an Ex-Bezirksvorsteher
Besonders begrüßt wurde auch Volker Wagner, der selbst einige Jahre auf Heinrich Robert gearbeitet hat und der nun dorthin zurückgekehrt ist. Wagner gehört zu denen, die die Besucherführungen „Das Erbe von Heinrich Robert“ leiten. Auch beim Kumpelmarkt an diesem Sonntag wird er vor Ort sein, um mit seinen Freunden vom Geschichtskreis „Haus Aden/Grimberg 3/4“ Dinge aus der Welt des Bergbaus zu präsentieren. Wie auch Rohrkamp freut es ihn, dass es auf Heinrich Robert weitergeht. Rohrkamp, gerade im Café angekommen, betonte, dass er es quasi noch vor Augen habe, wer wo im früheren Lohnbüro gesessen hat. Er sei froh, dass auf Heinrich Robert neue Arbeitsplätze entstehen.
Kapschak erinnerte in seiner Ansprache an mehr als 100 Jahre Bergbaugeschichte an diesem Standort. „Viel hätte nicht gefehlt und alles wäre platt gemacht worden.“ Erst Udo Schulte und der kürzlich verstorbene Klaus Alewelt hätten mit ihrem Antrag dafür gesorgt, dass es dazu nicht gekommen ist. Inzwischen gebe es viele Menschen, die das Projekt mit Leben füllen, allen voran Jürgen Tempelmann. „Hier entsteht etwas Gewaltiges“, so Kapschak. Er sei stolz darauf, mit seiner Familie ein Teil davon sein zu dürfen.
CreativRevier: Neuansiedlungen und ExtraSchicht
In den kommenden Monaten wird sich auf Heinrich Robert einiges tun. Im Sommer ist der Startschuss für umfangreiche Sanierungs- und Rückbauarbeiten. Am langen Pfingstwochenende finden mehrere Veranstaltungen statt, darunter ein US-Car-Treffen, ein Street-Food-Festival und die Benefizveranstaltung „5 Jahre Heart Biker Germany IG“. Am 1. Juni steigt die ExtraSchicht.