Stadtverwaltung nutzt die Chance

Dank Überplanung des Kley-Geländes: Mehr Platz für Rad- und Fußweg

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Soll einem Bürogebäude weichen: Das in die Jahre gekommene alte Gartencenter an der Werler Straße. Die Planungen sehen auch den Neubau eine Fuß- und Radweges in diesem Bereich vor.
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Wenn das Kley-Gelände an der Werler Straße in Hamm überplant wird, soll auch ein Fuß- und Radweg in diesem Bereich entstehen.

Berge – Die Bezirksvertretung Rhynern hat die Pläne für die Nachnutzung des Kley-Geländes bereits empfohlen. In diesen Tagen beschäftigen sich noch verschiedene Ausschüsse mit dem Thema, ehe der Rat der Stadt Hamm am Dienstag, 28. März, eine Entscheidung trifft.

Dabei punktet der Vorschlag mit zwei Aspekten. Zum einen wird sich zwangsläufig das Erscheinungsbild in dieser exponierten Lage an einer der Haupteinfallstraßen in die Stadt Hamm verbessern: Neubau statt marodes Gebäude im Gewächshausstil. Zum anderen ergreift die Stadt Hamm die Chance, um das Radwegenetz zu verbessern, indem Teile des Grundstücks für den Bau eines Rad- und Fußweges genutzt werden.

Viel Lob von Bezirksvertretern

Letzteres erhielt viel Lob von Rhynerns Bezirksvertretern. Denn damit werde die Radroute zwischen Hamm und dem Stadtbezirk Rhynern verbessert. Gerade der Bereich rund um die große Kreuzung dort ist derzeit alles anderes als fahrradfreundlich. Am Fuße der Brücke über die Eisenbahnlinie queren etliche Radfahrer die Werler Straße.

Zuvor oder anschließend – je nach Fahrtrichtung – dient der McDonald’s-Parkplatz quasi als Radweg in Verbindung zum Fuß- und Radweg auf der ehemaligen Kleinbahntrasse parallel zur Werler Straße.

Rot eingezeichnet: Mit der Überplanung des Geländes des ehemaligen Gartencenters Kley soll der Weg entlang der Werler Straße (unten im Bild) als Fuß- und Radweg bis zur Ostdorfstraße fortgeführt werden. Zeichnung: Stadt hamm

Veränderungen für Radfahrer

In Zukunft bietet sich den Radfahrern, die aus der Innenstadt kommen, die Möglichkeit, entlang des Kley-Geländes bis zur Ostdorfstraße zu fahren. Bislang führt der Weg von der Alten Werler Straße aus etwa 100 Meter geschützt entlang eines Grünstreifens und endet auf einem Bürgersteig direkt zwischen Kley-Gelände und der B63-Fahrbahn. In der Theorie sollen die Radfahrer in Zukunft die Ampeln nutzen, um Ostdorfstraße und Werler Straße zum Radweg in Richtung Rhynern zu queren.

In umgekehrte Richtung genauso. Hier macht sich die Stadtverwaltung Gedanken, wie das Überqueren der Straßen in Richtung McDonald’s-Parkplatz unattraktiver gemacht werden kann, um einen Gefahrenpunkt zu entschärfen. „Denkbar wäre es, den Radweg am Ende nach links in Richtung Kreuzung abknicken zu lassen“, nannte Rüdiger Schlothane vom Stadtplanungsamt der Stadt Hamm eine Idee.

Kaum Veränderung beim Autoverkehr

Bezüglich des Autoverkehrs sehen die Stadtplaner durch den Neubau des großen Bürogebäudes statt des leer stehenden Ex-Garten-Centers keine signifikante Veränderung der Situation. Schon jetzt sind täglich 35.000 Kraftfahrzeuge dort auf der Straße. „Theoretisch könnte morgen dort wieder ein Garten-Center eröffnen. Das gibt der jetzige Bebauungsplan her. Dann gebe es auch zusätzlichen Verkehr“, so Schlothane während der Bezirksvertreter-Sitzung. Die Pkw-Zuwegung erfolge auch in Zukunft über die Ostdorfstraße.

Ob dies tatsächlich von den Mitarbeitern der Autobahn GmbH genutzt wird, lässt diese weiterhin offen. Auf Anfrage meinte Bernd Löchter, Sprecher der Autobahn GmbH: „Eine Entscheidung über den Umzug der Autobahn Westfalen in Hamm und den künftigen Standort ist noch nicht getroffen.“

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