Fleißige Hände bei St. Maria in Welver

Der Weg ist frei für die Renovierung des Bernhardhauses

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St. Maria räumt aus - viele Hände machen schnell ein Ende und gemeinsam ist der Spaß bei unerfreulichen Arbeiten ja auch gleich deutlich größer.
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Alles muss raus, ein Slogan, der meist im Einzelhandel beim Schlussverkauf zum Tragen kommt. Dass eine Kirchengemeinde zur Räumaktion antritt, das ist hingegen nicht an der Tagesordnung. Doch die katholische Pfarrei St. Maria räumt auf und gleichzeitig aus. Um die Voraussetzungen für die energetische Sanierung des Bernhardhauses zu treffen, legten viele freiwillige Helfer Hand an und machen so lange weiter, bis alle Räume komplett leer sind.

Welver – „Es wird eine neue Heizung und neue Fenster auf allen drei Etagen geben“, weiß Norbert Quante, Geschäftsführer des Kirchenvorstandes der Kirchengemeinde. Dazu eine neue Decke und die Entfernung des Fachwerks im Erdgeschoss sowie neuer Putz plus Anstrich im Foyer, so dass der Versammlungsraum und das Treppenhaus deutlich heller und freundlicher werden. „Wir haben uns bei den Planungen am Pilgersaal in Werl orientiert“, so Quante weiter.

Das Mobiliar der unteren Etage wird aufgeteilt, die großen Tische bekommen die DPSG-Pfadfinder für die 1. Etage, die kleinen Tische der Freundeskreis Eilmser Wald für die Flüchtlinge, die Stühle werden gegen eine Spende abgegeben. „Wir werfen nicht einfach alles weg, sondern haben uns über den Verbleib des Inventars durchaus Gedanken gemacht“, so Quante weiter.

Umzug ins evangelische Gemeindehaus

Für die Gruppierungen der Pfarrei bedeutet die Renovierung einen vorübergehenden Umzug bei ihren regelmäßigen Aktivitäten. Die Kolpingsfamilie, die kfd St. Bernhard und der Kirchenchor Cäcilia treffen sich ab sofort im St. Albanus Gemeindehaus in der Reiherstraße.

Die Gruppenstunden der DPSG-Pfadfinder finden im Pfarrheim in Scheidingen statt. Hierher werden auch größere Veranstaltungen verlegt werden, wenn das evangelische Gemeindehaus bereits besetzt ist. Für die Gruppenleitungen bedeutete das ebenfalls vorausschauende Räumarbeiten. „Einiges wurde von den Vorsitzenden mit nach Hause genommen, um auch während der Bauphase weiter Zugriff auf die Materialien zu haben.“

Wie lange die Sanierung insgesamt dauern wird, kann Norbert Quante aktuell nicht sagen. „Die Lage auf dem Bausektor ist bekanntermaßen schwierig. Bereits zweimal mussten wir alle Termine nach hinten verschieben, weil die Planung so nicht realisierbar war.“

Aktuell bleibt nur eine gesunde Portion Zuversicht, dass alles zügig vonstattengeht, damit der Wiedereinzug in das neue Ambiente nicht in allzu weite Ferne rückt.

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