VonBenjamin Strokaschließen
Viel Sonne und weit über 20 Grad. Der Juni in NRW präsentiert sich bislang sommerlich. Doch es ist vor allem zu trocken. Wetter-Experten sind besorgt.
Köln – Viele Menschen in NRW genießen seit Tagen sommerliche Temperaturen um 25 Grad und Sonne satt. Ein Umstand bereitet Wetter-Experten aber Sorgen: Es ist viel zu trocken. Regen gab es schon seit Tagen nicht. Und auch, wenn ab Dienstag teilweise ein paar Schauer und Gewitter durchs Land ziehen sollen, ist die Prognose für den Juni im Hinblick auf Dürre besorgniserregend.
Wetter-„Schockprognose“: Juni soll zum Dürre-Monat werden
Diplom-Meteorologe Dominik Jung spricht sogar von einer „Schockprognose“ und betont: „Der Juni soll in der Fläche viel zu wenig Regen bringen. Deutschland würde demnach schon wieder ein Dürre-Problem bekommen und nicht nur das: Auch der Juli soll regional weniger Regen als üblich bringen. Beide Monate sollen außerdem deutlich wärmer als üblich ausfallen.“ Der Sommer gehe „Richtung Dürre und Hitze“.
Jung bezieht sich bei seiner Prognose auf das US-Wettermodell CFS der NOAA und das europäische Wettermodell der ECMWF. Während das US-Modell bereits vor vier Wochen einen eher trockenen Juni vorhergesagt hatte, sei das europäische Modell nun ebenfalls in diese Richtung umgeschwenkt, so Jung. „Deutschland kippt auf braun“, sagt der Meteorologe und meint damit die Karte zur „monatlichen mittleren Niederschlagsanomalie“ des ECMWF. Laut dieser soll der Juni nämlich ein Regendefizit von mehr als 50 Prozent bringen und damit viel zu trocken werden.
Wetter in NRW im Juni: So werden die nächsten Tage
In den kommenden Tagen soll in NRW zumindest gebietsweise dringend benötigter Regen fallen. Allerdings lokal auch als Starkregen möglich, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) prognostiziert. Schon am Freitag wird es dann aber wieder flächendeckend trocken. Die Temperaturen steigen außerdem in Richtung 30 Grad.
- Mittwoch, 7. Juni: Teilweise stark bewölkt, mit etwas Regen. Im Tagesverlauf besonders im Südosten von NRW Schauer und einzelne Gewitter, die lokal auch Starkregen mitbringen können. Die Temperaturen kühlen bei 20 bis 24 Grad etwas ab
- Donnerstag, 8. Juni: Wechselnd bewölkt, vor allem im Nordwesten von NRW auch länger sonnig. Im Südosten im Tagesverlauf wieder vermehrt Regen und Gewitter, teilweise erneut mit Starkregen und kleinkörnigem Hagel. Die Temperaturen steigen wieder auf 23 bis 26 Grad
- Freitag, 9. Juni: Nur noch wenige Wolken und größtenteils trocken. Es wird bei 26 bis 29 Grad deutlich wärmer.
- Quelle: Deutscher Wetterdienst
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