- VonHolger Krahschließen
Das Kulturrevier Radbod wird im Sommer wieder zur Open-Air-Bühne für viele Bands. Und weil die Hammer Formation Kapelle Petra das Festival ausrichtet, heißt es Kapelle Somma. Jetzt ist das Line-Up komplett.
Hamm – „Aller guten Dinge sind drei“ heißt es im Volksmund. Im Fußballsport kennt man den Hattrick. Und zu guter Letzt ist die Drei immer auch eine magische Zahl. So ist es nur naheliegend, dass Zauberhaftes ansteht, wenn der Kapelle Somma in diesem Jahr in seine dritte Runde geht. Das Open-Air-Festival, organisiert von Kapelle Petra und präsentiert von Radio Lippe Welle, steigt am Samstag, 17. Juni, ab 15 Uhr im Kulturrevier Radbod.
Auf der Bühne stehen neben den Gastgebern und Headlinern, der durch Funk, Film und Fernsehen bekannten, die Grenzen von Indie-Rock und Zurechnungsfähigkeit auslotenden Kapelle Petra, auch Deutschlands führende Einhorn-Rock-Band ok.danke.tschüss, die berüchtigte Alex Mofa Gang, der unnachahmliche Grillmaster Flash, die Augsburger Indie-Punkrocker Go Go Gazelle, die Reggae-Ska-Punk-Band Butterwege und Liedermacher Der Flotte Totte.
Pecks aus Hamm erhält Wildcard
Und jetzt steht auch der letzte Teilnehmer fest, der zugleich der erste auf der Bühne ist und das Festival eröffnet. Die Hammer Indie-Band Pecks um Gitarrist und Sänger Ole Obering hat die Wildcard erhalten, die Kapelle Petra gemeinsam mit Radio Lippe Welle traditionell an eine Nachwuchsband vergibt.
„Pecks ist eine junge Band mit einem frischen, modernen Sound, die total sympathisch rüberkommt“, sagt Guido „Opa“ Scholz, Gitarrist und Sänger von Kapelle Petra. Die Hammer Band hatte sich denkbar knapp durchgesetzt unter den vier Bands, die am Schluss in der engeren Auswahl waren. Ein Dutzend Nachwuchsbands hatte sich beworben - sogar Formationen aus Bremen, Köln und Freiburg.
„Mit dem Kapelle Somma wollen wir in unserer Stadt etwas für unsere Stadt anbieten“, sagt Kapelle-Schlagzeuger Markus „Ficken“ Schmidt. Gerade für Nachwuchsbands gebe es abgesehen vom Kubus wenig Auftrittsmöglichkeiten und „subkulturelle Veranstaltungen“. Und so hoffen Schmidt und Co., mit dem Kapelle Somma ein weiteres Festival neben der Reggae Summer Night im Kulturrevier Radbod etablieren zu können. Immerhin ist dies schon die dritte Ausgabe, und aktuell sind bereits über 800 Karten verkauft.
Nach 2018 und 2022 organisiert die Hammer Drei-Mann-Band (plus Bühnenskulptur) zum dritten Mal ihr eigenes Festival. Bei der Premiere kamen schon über 800 Zuschauer, im vergangenen Jahr waren es sogar 1000 Fans, die zum Schluss vor der großen Open-Air-Bühne standen und mit der Kapelle feierten. Aber auch mit den übrigen Bands hatten „Ficken“ Schmidt und Co. ein gutes Händchen. Sie überzeugten die Hammer, selbst wenn die Zuschauer nicht alle der Gruppen vorher schon selbst live erlebt hatten.
Aber bei der Kapelle wissen die Fans, was sie bei dem Festival erwartet: „Wir schauen, dass viel Deutschsprachiges dabei ist, und stilistisch geht es natürlich vor allem Richtung Indie- und Punkrock“, umschreibt Guido „Opa“ Scholz die Musikauswahl.
Die Kapella-Jungs würden die Bands, die sie auf Radbod präsentieren, selbst gerne hören. „Wir kennen viele ja von anderen Konzerten und Festivals, mit einigen Bands sind wir auch befreundet“, sagt der Opa.
Kulturrevier perfekt für ein Festival
Wie schon 2018 und 2022 erwartet das Publikum also auch diesmal wieder ein musikalischer Sommerabend im Kulturrevier Radbod. Die Kapelle hat diesen Ort nicht von ungefähr zum dritten Mal für ihr Festival ausgesucht: „Die Lage ist perfekt, und die Logistik auch“, findet Guido „Opa“ Scholz. Für das Festival können zwei Bühnen genutzt werden: indoor in der Veranstaltungshalle und draußen eine Open-Air-Bühne. Und die Kulisse der Fördertürme macht ja auch was her.
Und was wird die Kapelle selbst den Fans präsentieren? Nach der abgeschlossenen „Vier Jahreszeiten“-Tour wird es ein buntes Potpourri an Kapelle-Songs geben so wie schon beim traditionell ausverkauften Tanz in den Mai im Schlachthof in Soest, bei dem übrigens auch Pecks im Vorprogramm gespielt hat. Vielleicht klappt das mit dem „ausverkauft“ ja auch in Hamm.
Und tatsächlich freuen sich nicht nur die Fans auf das Festival, sondern die Kapelle selbst auch: „Der Kapelle Somma ist trotz der kurzen Zeit seines Bestehens für uns ein besonderes Event geworden. Es ist natürlich ein Festival, aber vor allem ein Treffpunkt für Freunde und lieb gewonnene Wegbegleiter vor, auf und hinter der Bühne.“
Tickets
Festivaltickets für den Kapelle Somma gibt es ab 38,40 Euro auf https://shop.kapellepetra.de/tickets/ oder ab 43,22 Euro bei Eventim und an allen bekannten Vorverkaufsstellen.

