- VonFrank Osiewaczschließen
Die Baustelle des „B-tween“ kommt abermals in Verzug. Eine Stellungnahme von Investor Fokus Development zu den Gründen dafür gibt es bisher nicht. Stadt und Fokus führen Mitte Juni die nächsten Gespräche.
Hamm – Die Arbeiten an der ehemaligen Ritterpassage sind erneut in Verzug geraten. Das Frühjahr ist vorüber, von der angekündigten Einrichtung der Baugrube ist nichts zu sehen. Weder eine Sondierung auf Kampfmittel noch eine – pflichtgemäße – archäologische Untersuchung des Bodens ist erfolgt. Damit dürfte sich die Fertigstellung des 40-Millionen-Objekts „B-tween“ noch einmal deutlich nach hinten verschieben. Die angekündigte Eröffnung Ende 2024 wird kaum haltbar sein.
Eine Stellungnahme des Eigentümers und Investors Fokus Development blieb trotz mehrfacher Anfrage aus. Unsere Zeitung hatte nach den Gründen des Stillstands und der aktuellen Planung gefragt. Das war angekündigt:
- Mitte bis Ende Februar hätte die alte Verkleidung an der Abbruchseite am Ostflügel der alten Passage abgetragen und das Gebäude provisorisch abgedichtet werden sollen.
- Die Einrichtung der Baugrube sollte nach den noch ausstehenden Kampfmittelsondierungen ursprünglich im Frühjahr erfolgen.
- Die Kampfmittelsondierung sollte von dem selben Unternehmen ausgeführt werden, das auch mit dem Tiefbau beauftragt ist.
- Die archäologische Grabung, die eigentlich baubegleitend geplant war, sollte vorgezogen werden. Der Auftrag ist erteilt, einen Termin für den Beginn der Untersuchungen gibt es seitens Fokus aber nicht. Formal sind für die Grabungen in Abstimmung mit dem LWL alle Voraussetzungen geschaffen.
Das ist geschehen:
- Die Fernwärmeleitungen für das B-tween entlang des Westenwall bis zum Hausanschluss sind gelegt.
Das neue Gebäude bleibe im Bestand von Fokus, hieß es zu Jahresbeginn. Anfragen für Büros und Geschäfte lägen vor. Die Vermarktung laufe schon. Der Einstieg in die Vermarktung des Wohnraums erfolge später.
Anfang Dezember 2017 war der Verkauf der Passage an Fokus Development bekannt gegeben worden. Infolge veränderter Marktbedingungen aufgrund von Corona war das Vorhaben einmal überplant und auf eine Wohn- und Geschäftskonstellation zugeschnitten worden.
Stadt „nach wie vor sehr optimistisch“
Mitte Juni stehe das nächste persönliche Gespräch zwischen Verwaltung und Fokus Development an, sagte Stadtsprecher Tom Herberg. Dabei gehe es auch um den aktuellen Stand des Bauprojekts. „Wir sind nach wie vor sehr optimistisch, dass das Projekt wie geplant umgesetzt wird und freuen uns darauf“, sagte Herberg. Einzelne Planungsschritte könne die Stadt nicht kommentieren, dies müssten die Bauherren tun.