Gewerkschaft will den Druck erhöhen

Warnstreiks am Mittwoch: Einschränkungen in Hamm erwartet

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In Hamm soll schon am Mittwoch gestreikt werden.
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Einen womöglich eher unentspannten Tag dürften Hammer Bürger am Mittwoch erleben, wenn sie Behördengängen geplant haben. Viele Beschäftigte könnten sich dem Streik widmen.

Hamm – Die Komba-Gewerkschaft ruft für Mittwoch, 5. Februar, zum Warnstreik in Hamm auf. Dieser Aufruf gilt ganztägig für die Beschäftigten der Stadt Hamm, des Kommunalen Jobcenters und der Stadtwerke Hamm. Die Einschränkungen könnten für die Bürger besonders in den Bürgerämtern spürbar werden, wie es in einer Mitteilung seitens der Gewerkschaft heißt.

Es gehe darum, den Druck auf die Arbeitgeber vor der zweiten Verhandlungsrunde am 17. und 18. Februar zu erhöhen. Der erste Teil am 24. Januar in Potsdam wurde erfolglos abgebrochen.

Eigene Interessen durchsetzen statt arbeiten gehen

„Wir gehen davon aus, dass gerade in den Bürgerbüros mit Einschränkungen zu rechnen sind wird. Inwieweit auch andere Bereiche betroffen sind, die für die Bürger spürbar sind, bleibt abzuwarten. Dies hängt sicher auch an der Bereitschaft der Beschäftigten, sich trotz der Belastung auf dem eigenen Arbeitsplatz die Zeit zu nehmen, für die eigenen Interessen einzusetzen – und Arbeit tatsächlich mal Arbeit sein zu lassen“, sagt Thorsten Schwark, Vorsitzender des Ortsverbands Hamm der Komba.

Gefordert wird ein Volumen von 8 Prozent, mindestens aber 350 Euro im Monat zur Erhöhung der Entgelte. Außerdem geht es um die Einrichtung eines Arbeitszeitkontos, über das die Beschäftigten eigenständig verfügen können. Darüber hinaus fordern die Gewerkschaften drei zusätzliche freie Tage als Maßnahme zur Entlastung. Für Auszubildende, Studierende und Praktikanten soll eine Erhöhung der Entgelte um 200 Euro durchgesetzt werden.

Zuletzt hatte es Streikmeldungen auch von der Deutschen Post gegeben.

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