VonMick Oberbuschschließen
In Dortmund ist mutmaßlich ein Serientäter unterwegs. Zuletzt wurden drei Menschen in der Nordstadt unabhängig voneinander mit Messern attackiert.
Dortmund – Diese Angriffsserie beschäftigt nicht nur die Polizei, sondern bereits die Staatsanwaltschaft: Wie Oberstaatsanwalt Carsten Dombert am 7. Dezember auf wa.de-Nachfrage mitteilt, ermitteln die Behörden derzeit aufgrund eines möglichen Serientäters in der Nordstadt von Dortmund (NRW). Bereits in der Vorwoche waren dort zwei Wohnungslose unabhängig voneinander mit einem Messer attackiert worden. Nun wurde am 5. Dezember ein 18-Jähriger ebenfalls mit einem Messer verletzt. Bestätigt werden könne ein Zusammenhang zwischen diesen drei Taten (noch) nicht – ausgeschlossen sei der aber auch nicht.
Neue Messer-Attacke in der Nordstadt von Dortmund
Bei dem Fall von Dienstagabend (5. Dezember) hatte sich das 18-jährige Opfer auf dem Heimweg befunden, Airpods (Kopfhörer) in den Ohren gehabt und TikTok-Videos auf seinem Handy geschaut. „Dann wurde er angerempelt und angesprochen. Aufgrund der Kopfhörer konnte er allerdings nicht verstehen, was zu ihm gesagt wurde“, so Dombert.
Als der 18-Jährige die Airpods aus den Ohren nahm, stach der unbekannte Täter zweimal im Brustbereich zu. Der Geschädigte hatte die Stiche zunächst für Schläge gehalten. „Lebensgefahr bestand nicht, was voraussichtlich an dem glücklichen Umstand lag, dass der 18-Jährige aufgrund der Witterung dicke Kleidung trug und das Messer so nicht komplett durchdringen konnte“, erklärt der Oberstaatsanwalt. Der Täter ist seitdem flüchtig.
Drei Messer-Attacken in Dortmunder Nordstadt in kürzester Zeit – Fälle weisen Gemeinsamkeiten auf
Laut Oberstaatsanwaltschaft weise die neueste dieser drei Messer-Attacken Übereinstimmungen mit den beiden Vorfällen in der Vorwoche auf. „In allen drei Fällen wurden die Opfer angesprochen, kurz darauf stach der Täter sofort auf den Körper ein. Mutmaßlich wurden alle drei nach Geld befragt, was im Falle des 18-Jährigen jedoch nicht zweifelsfrei zu beweisen ist, weil er Kopfhörer anhatte“, so Dombert.
Zudem hätten sich alle drei Delikte im Bereich der Nordstadt in Dortmund zugetragen. „Die räumliche Überschneidung ist frappierend“, erklärt der Oberstaatsanwalt. Konkrete Hinweise habe es zum noch flüchtigen Täter bislang nicht gegeben. Deshalb ruft die Oberstaatsanwaltschaft die Bevölkerung auf, sich bei Erkenntnissen zu den Fällen unter 0231/1327441 an die Behörden zu wenden. (mo)
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