VonCarola Schillerschließen
Drei neue Fahrzeuge stehen der Bönener Feuerwehr jetzt zur Verfügung, darunter eine moderne Drehleiter. Die alte Drehleiter war bereits rund 25 Jahre alt und eine Erneuerung war überfällig. Die Feuerwehrleute sind mit dem Ergebnis zufrieden.
Die Feuerwehr Bönen ist um drei Fahrzeuge reicher. Neu im Fuhrpark sind ein modernes Drehleiter-Fahrzeug und zwei Caddys. Dabei ist die Drehleiter die größte Anschaffung. Die war allerdings überfällig. „Die alte Drehleiter war bestimmt schon 25 Jahre alt“, blickte Niels Rudolf in seiner Funktion als stellvertretender Feuerwehrleiter anlässlich der feierlichen Übergabe am Dienstagabend zurück. Zu der waren die Kameraden an der Nordbögger Wache feierlich angetreten. Bürgermeister Stephan Rotering dankte den ehrenamtlichen Kräften für ihren unermüdlichen Einsatz und machte deutlich, dass es eine Selbstverständlichkeit sei, die Feuerwehr bestmöglich auszurüsten.
Mehr Platz im Rettungskorb
Mit dem Ergebnis zufrieden sind die Feuerwehrleute auch, weil sie mitplanen konnten. Zusammen wurde überlegt, was in Bönen gebraucht wird. Das Ergebnis ist nun ein Fahrzeug mit einer Drehleiter, die zwölf Meter zur Seite und 23 in die Höhe ausgefahren werden kann. Außerdem hat die Leiter ein zusätzliches Gelenk am oberen Ende. „Das war früher vor allem bei Dachgauben ein Problem“, erklärt Feuerwehrleiter Stefan Eickelberg. Der zusätzliche Knick erlaubt der Feuerwehr mehr Beweglichkeit mit der Leiter. Und auch der neue Rettungskorb kann mehr. Fünf Personen passen hinein, und ein Patient kann liegend transportiert werden. Sollte während der Bergung eine Wiederbelebung erforderlich sein, ist das jetzt auf dem Boden des Korbs möglich. Früher war bei einer solchen Rettungsmaßnahme ein Balanceakt auf dem Geländer des Korbs nötig.
Sehr zufrieden sind die Feuerwehrleute außerdem mit der Beleuchtung. Die Zeiten, in denen an Einsatzorten erst Lampen aufgestellt werden mussten, um alles auszuleuchten, sind vorbei. „Das sind alles LED-Lampen“, klärt Rudolf auf. Der Clou: Alle Lampen lassen sich mit einem Knopfdruck bedienen. „Wir brauchen weniger Leute“, so Rudolf. „Für uns als Ehrenamtliche ist das so viel einfacher.“
Die neue Technik bedeutet an anderer Stelle aber zunächst auch mehr Arbeit. Insgesamt haben 28 Feuerwehrleute die Ausbildung zum Drehleitermaschinisten absolviert und konnten das alte Fahrzeug sicher bedienen. Sie werden jetzt auf dem neuen Fahrzeug geschult. Etwa 30 Stunden rechnet Niels Rudolf dafür ein.
Etwas leichter haben es die Mitglieder der Kinder- und Jugendfeuerwehr. Sie freuen sich über zwei neue Mannschaftstransportfahrzeuge. „Wir haben damit zehn zusätzliche Sitzplätze“, freut sich Sabine Rudolf, Leiterin der Kinderfeuerwehr, die seit einem Jahr besteht und der 26 Kinder zwischen sechs und zehn Jahren angehören.
Wir haben damit zehn zusätzliche Sitzplätze.
Ihr funkelnagelneuer Wagen wurde zu 80 Prozent vom Land NRW gefördert und ist ein voll funktionsfähiges Feuerwehrauto. „Wenn ein Caddy fehlt, würde er zum Einsatz kommen.“ Ausgestattet ist das knallrote Feuerwehrauto mit Blaulicht, Funkgerät und neun Sitzplätzen. Für die Mitglieder der Kinderfeuerwehr, die aus rechtlichen Gründen nicht auf dem großen Wagen mitfahren dürfen, ist das neue Fahrzeug deshalb ein Riesengewinn und wurde mit großer Begeisterung in Empfang genommen. Die Jugendfeuerwehr mit ihren 30 Mitgliedern kommt ebenfalls in den Genuss eines neuen Mannschaftswagens.


