Drinnen und draußen: 20 kostenlose Ausflugsziele in NRW
VonLaura Otten
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Ein Tagesausflug muss nicht immer mit Kosten verbunden sein: In Nordrhein-Westfalen gibt es viele Ausflugsziele, die kostenlos besucht werden können.
Hamm – Bei einem Museumsbesuch mehr über die Deutsche Geschichte lernen, idyllische Orte in der Natur entdecken oder einen actionreichen Tag in einem Sport-Park verbringen – das geht in NRW sogar kostenlos. Für diese Ausflugsziele in NRW müssen Besucher kein Geld bezahlen:
Landschaftspark in Duisburg-Nord
Der Landschaftspark Duisburg Nord ist ein stillgelegtes Hüttenwerk – es gibt also eine ganze Menge industrieller Geschichte zu entdecken. Aber auch Freizeit-, Sport und Erholungsangebote sind auf dem 180 Hektar großen Areal zu finden. „Es gibt eine Riesenröhrenrutsche durch zwei Erzbunker, viele Spielpunkte und sogar einen Lehr- und Lernbauernhof“, heißt es auf der Landschaftspark-Website mit Blick auf die kleinen Besucher. Ein Highlight ist auch die Aussicht vom Hochofen 5.
UNESCO-Welterbe Zollverein
In Sachen Industriekultur ist auch das UNESCO-Welterbe Zollverein ganz vorne mit dabei. Laut NRW-Tourismus gilt es „als eines der imposantesten Industriedenkmäler der Welt“ und zieht jährlich rund 1,5 Millionen Besucher an. Sie können unter anderem stillstehende Maschinen oder auch die Übertage-Anlagen der Zeche besichtigen. Ein Highlight ist die Aussicht aufs Ruhrgebiet vom Dach der Kohlenwäsche aus.
Wenn das Wetter mal nicht mitspielt, muss das nicht unbedingt heißen, dass auch der Ausflug ins Wasser fällt: Der „schauraum: comic + cartoon“ in Dortmund ist ein Indoor-Ausflugsziel das vor allem bei Comic-Nerds gut ankommen könnte. Verschiedene Ausstellungen, Lesungen und Workshops haben das Ziel, „die Anerkennung und das Bewusstsein für Comics als eigenständige Kunstform zu steigern“, heißt es auf der Schauraum-Website.
Tiger & Turtle in Duisburg
In Duisburg windet sich eine „Achterbahn“ der besonderen Art: „Tiger & Turtle – Magic Mountain“ ist die größte begehbare Achterbahn in Deutschland. Von weitem könnte man tatsächlich meinen, dass es sich um ein Fahrgeschäft handelt. Beim genaueren Hinschauen wird aber schnell klar: „Tiger & Turtle“ ist eine Art Skulptur mit schwungvollen Windungen. Das macht sie auch zu einer beliebten Fotokulisse.
Der nächste Tipp ist was für Social-Media-Fans und Hobbyfotografen: Das Dreamland im Rheinpark-Center in Neuss. Dort befinden sich auf 1.000 Quadratmetern 20 Shooting-Sets, zwischen denen Besucher wählen können. Es gibt zum Beispiel Comic-, Neon- und Graffiti-Hintergründe.
Tierpark Alsdorfer Weiher
Waschbären beobachten, Schafe streicheln und Hirsche füttern – das können Besucher im Tierpark Alsdorfer Weiher. Neben den verschiedenen Tierarten, die es dort zu entdecken gibt, bietet sich aber auch eine Bootstour oder eine Runde Minigolf an. Der Eintritt in den Zoo ist zwar kostenlos, die Parkgebühren betragen aber 4 Euro.
Kaisergarten mit Tiergehege Oberhausen
Auf der 20 Hektar großen Fläche des Kaisergartens Oberhausen gibt es verschiedene Möglichkeiten, sich die Zeit zu vertreiben. Auf der Parkanlage mitten in der Stadt befindet sich etwa die Rehberger Brücke „Slinky Springs to Fame“ oder das Schloss Oberhausen. „Unbestrittene Attraktion“ ist laut Kaisergarten-Website aber das Tiergehege Kaisergarten. Dort zu sehen gibt es heimische Haustierrassen und europäische Wildtiere – im März 2025 sind dort zwei seltene Tiere frisch eingezogen. Für die kleinen Gäste gibt es auch einen Streichelzoo.
Exotische Tierarten sind im Heimat-Tierpark Olderdissen nicht zu finden – dafür aber über 450 heimische Tiere. Murmeltiere, Waschbären, Wildkatzen und Bären leben in dem etwa 16 Hektar großen Park mitten im Teutoburger Wald. Eine Streichelwiese und eine tierkundliche Sammlung mit mehr als 600 Präparaten sind außerdem zu entdecken.
Botanischer Garten in Düsseldorf
Nordamerika, Japan, Kaukasus – im botanischen Garten Düsseldorf gibt es Pflanzen und Bäumen aus aller Welt. Neben verschiedenen Pflanzen, einer Wildblumenwiese und einem Bienenhaus fällt eine Sache aber besonders ins Auge: die riesige Gewächshauskuppel, die inmitten des Gartens thront. Besucher, die mehr über den Garten oder die Pflanzenzüchtung wissen möchten, können mithilfe einer App einen Rundgang durch das ganze Gelände machen.
Sequoiafarm in Kaldenkirchen-Nettetal
Dieser Ort kombiniert Geschichte und Natur: In der Sequoiafarm im niederrheinischen Nettetal-Kaldenkirchen stehen ganz besondere Bäume. Auf mehr als 35.000 Quadratmetern ragen dort riesige Mammutbäume in den Himmel. Außerdem sind über 400 andere seltene Gehölzarten zu entdecken. Für Spaziergänge ist die Farm von April bis Oktober immer an Sonn- und Feiertagen von 10 bis 17 Uhr geöffnet.
Mitten in der Stadt Mönchengladbach befindet sich eine grüne Oase, die über 30 Hektar groß ist. Der „bunte Garten“ kombiniert Freizeitangebote wie einen Kinderspielplatz, eine Vogelvoliere und einen botanischen Garten, der „für seine große Anzahl an Rhododendren und Azaleen, die im Frühjahr ihre Blütenpracht entfalten, überregional bekannt“ ist, heißt es auf der Website des bunten Gartens.
Hohler Stein in Rüthen-Kallenhardt
Der Hohle Stein in Rüthen-Kallenhardt ist genau genommen eine Höhle: Es ist möglich, diese besondere Felsformation auch von innen zu begutachten. Gerade von dort aus mutet die Aussicht sogar etwas mystisch an. Auch wandern lässt es sich gut rund um die Höhle im Lörmecketal: Der Wanderweg entlang der Lörmecke, vorbei am Hohlen Stein und zum höchsten Punkt des Dorfs Kallenhardt, ist sowohl idyllisch als auch ein bisschen anspruchsvoll.
Kurztrip in NRW: 7 Geheimtipps für einen Ausflug im eigenen Bundesland
Besonders für Familien und Sportbegeisterte ist das nächste Ausflugsziel gedacht: Der Spielberg Aventura in Medebach im Hochsauerland mit seinen verschiedenen Kletter- und Sportgeräten. Über verschiedene Hürden führt etwa die „Aventura-Challenge“ hinauf auf den Gipfel des Geländes. Und Kinder können auf dem „längsten Spielgerät Europas“, das sich über 160 Meter über den Spielberg zieht, klettern, balancieren und rutschen.
Brauereimuseum in Dortmund
Im Brauereimuseum Dortmund begeben sich Besucher auf die Spuren der Brautradition Dortmunds. Im Fokus stehen der Prozess des Brauens in den verschiedenen Dortmunder Brauereien, die Produktion, der Bierkonsum, als auch das Brauen im Mittelalter. Der Eintritt in die Dauerausstellungen ist frei, Führungen und Verkostungen kostenpflichtig.
Ems-Erlebniswelt Schloß Holte-Stukenbrock
In der Ems-Erlebniswelt in Schloß Holte-Stukenbrock gibt es zum einen den Indoor–Erlebnisparcours und zum anderen den Outdoor-Erlebnisgarten. Indoor geht es um den Weg des Wassers von der Quelle bis zur Mündung in die Nordsee . Draußen können Besucher an der Ems im Strandkorb entspannen und die Füße ins Wasser halten. Die Ems-Erlebniswelt ist zudem auch Startpunkt des Ems-Erlebniswegs, der Wanderfans an der Emsquelle, dem Naturschutzgebiet Moosheide und auch den Senner Pferden im Wildweideprojekt vorbeiführt.
Bunkermuseum in Oberhausen
Eine Reise in die Vergangenheit des Zweiten Weltkrieges können Besucher des Bunkermuseums Oberhausen unternehmen. Die Ausstellungsräume befinden sich in einem ehemaligen Zivilschutzbunker. In der Dauerausstellung „Heimatfront“ wird etwa die Geschichte des Luftkriegs im Zweiten Weltkrieg im Ruhrgebiet und Europa thematisiert.
Mehr zu lernen über die deutsche Geschichte, angefangen beim Ende des Zweiten Weltkriegs, gibt es auch im Haus der Geschichte in Bonn. Dazu gehören verschiedene Ausstellungen, Online-Angebote und Veranstaltungen. Eine neue Dauerausstellung der deutschen Zeitgeschichte wird im Dezember 2025 an den Start gehen. Bis dahin ist sie zwar wegen Umbauarbeiten geschlossen, währenddessen können aber andere temporäre Ausstellungen besucht werden.
Museum Folkwang in Essen
Van Gogh, Cézanne und Manet: Werke von weltbekannten Künstlern der vergangenen Jahrzehnte sind im Museum Folkwang in Essen zu besichtigen. Zu bestaunen gibt es „rund 600 Gemälde, 300 Skulpturen und Installationen und über 1800 weitere künstlerische Objekte“, heißt es auf der Folkwang-Website. Außerdem gibt es fotografische Werke aus dem 20. Jahrhundert, aus der Nachkriegszeit und der Gegenwart.
Nationalpark Eifel in Schleiden
In der Wildnis des Nationalparks Eifel gibt es ehr als 11.200 Tier-, Pilz- und Pflanzenarten – seit 20 Jahren wird der Natur dort ihren freien Lauf gelassen. „Gut möglich also, dass du bei Deinem nächsten Ausflug durch die wilde Natur einer Wildkatze oder einer Mauereidechse über den Weg läufst“, heißt es auf der Nationalpark-Website. Interessierte können sich dort einer Rangertour anschließen und die Wildnis noch ein bisschen genauer kennenlernen.
Schloss Türnich in Kerpen
NRW hat so einige malerische Schlösser zu bieten: Dazu gehört ein denkmalgeschütztes Wasserschloss mit anliegenden Gärten, einer Kapelle und einem kleinen Hofcafé: Das Gelände rund um Schloss Türnich in Kerpen ist ein idyllischer Ort. Auch die 300 Meter lange Lindeallee macht den Park besonders. „Der Waldpark ist ein vielfältiges Biotop mit Wald und Wildwiesen, er enthält zahlreiche Wildkräuter, Pilzarten und Vogelarten“, schreibt NRW-Tourismus.